Recherche

 

 

Nachdem du dein Thema gefunden und genau definiert hast (Modul „Themenfindung“), geht es an die Literaturrecherche. Denn es gehört zu den zentralen Aufgaben des wissenschaftlichen Arbeitens, dass du vorhandene wissenschaftliche Ergebnisse für deine Arbeit auswertest (und eventuell auch zu ihnen Stellung nimmst). Wie du bei der Literaturrecherche und der anschließenden Literaturbeschaffung am besten vorgehst, lernst du in diesem Modul.

 

 

 

 

Recherchieren 

 Creative Commons License

Der Text sowie die für diesen Beitrag auf "i-literacy.de - Themenfindung" erstellten Infografiken von Böhner, Dörte; Breit, Katharina und Koch, Kati stehen unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbereitung der Recherche

In diesem Kapitel zeigen wir dir, wie du deine Literaturrecherche vorbereitest, um sie dann mit geringem Zeitaufwand, aber guten Ergebnissen durchzuführen. Durch eine gründliche Vorbereitung kannst du später bei der Recherche viel Zeit und Nerven sparen.

Dauer des Kapitels: ca. 10 min

 

Frau Nitsch von der Professur für Kommunikationswissenschaft hält die zwei Erfolgsfaktoren des wissenschaftlichen Arbeitens und Recherchieren fest: Klicke auf das Video und hör es dir einfach mal an! (Dauer: 1:10 min.)

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"Tipps Nitsch" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

1.1 Literaturlisten und Semesterapparate

Dein Dozent hat eine Literaturliste für das Seminar erstellt oder einen Semesterapparat eingerichtet?

Diese Liste bzw. die zusammengestellten Büchern bieten dir einen guten Überblick über die wichtigste Literatur für dein Fach und du erhältst einen ausgezeichneten Einstieg in dein Thema und die weitere Recherche. Zum Verfassen deiner Seminararbeit reichen dir die Literaturangaben deines Dozenten vielleicht schon. Falls du schon an deiner Abschlussarbeit sitzt, solltest du noch weiterrecherchieren.

Wie du an die Werke einer Literaturliste gelangst, erfährst du in Kapitel 4 „Literaturbeschaffung“. Die Werke aus einem Semesterapparat stehen bereits an einem Extraort in der Bibliothek. Den genauen Standort kannst du in der Übersicht der Universitätsbibliothek (UB) nachschlagen.

Gibt es weder eine Literaturliste noch einen Semesterapparat, kannst du natürlich auch mal bei deinem Dozenten vorbeischauen und nachfragen, ob er dir ein paar Literaturtipps geben kann.

Hast du keine Tipps erhalten oder benötigst mehr Literatur, musst du dich selbst an die Arbeit machen. Wie du Literatur finden kannst, erfährst du auf den nächsten Seiten in diesem Modul.

1.2 Suchstrategien

Der Begriff Suchstrategie bezeichnet die Art, wie du bei deiner Suche vorgehst. Man kann dabei zwei Grundformen unterscheiden: die systematische Suche oder die Schneeballsuche.

Systematische Suche

Bei diesem Verfahren werden alle vorhandenen Quellen und Informationen nacheinander durchsucht, das heißt: Du hast eine Liste mit Quellen für deine Recherche, die du mit deinen Suchbegriffen der Reihe nach auswertest.

Vorteil:Nachteil:

Diese Suche ist sehr gründlich. Es besteht keine Gefahr, dass du etwas wichtiges übersiehst.

Sie kann sehr aufwendig und zeitraubend sein, je nach Anzahl der Suchbegriffe, deiner Quellen und der Anzahl der Treffer, die analysiert werden müssen. Außerdem kann es passieren, dass du viele Publikationen doppelt findest.

 

Schneeballsuche

Bei der Schneeballsuche werden hauptsächlich die Literaturangaben aus relevanten Aufsätzen und Fachbüchern verwendet. Die Suche beginnt mit einem relevanten Titel (z.B. aus der Literaturliste des Dozenten). Die Literaturangaben dieser Publikation werden durchgesehen und die evtl. geeigneten Titel beschafft. In diesen Titeln gibt es weitere Literaturangaben, die recherchiert und besorgt werden usw.

Vorteil:Nachteil:

Die Literaturangaben in einer Publikation stellen bereits eine Auswahl aus der i.d.R. sehr umfangreichen Forschungsliteratur dar. Du wirst also die relevante Literatur auf diesem Weg vermutlich recht schnell finden.

Viele Wissenschaftler zitieren sich gegenseitig. Es besteht die Gefahr, dass man in eine Schleife gerät und immer die gleichen Publikationen findet. Teilaspekte des Themas und Wissenschaftler mit abweichenden Standpunkten werden auf diese Weise womöglich nicht entdeckt.

Um die Vorteile dieser Suchstrategien zu nutzen und die Nachteile zu verringern, kannst du auch beide Strategien miteinander kombinieren.

1.3 Suchbegriffe festlegen

Bevor du mit der Recherche beginnst, ist es sinnvoll und notwendig, sich verschiedene Suchbegriffe zurechtzulegen. Diese sollten verschiedene Aspekte deiner Arbeit abdecken. Fass die Begriffe dabei nicht zu eng, sondern verwende auch Wörter, die das Thema nur am Rande betreffen oder diesem übergeordnet sind. Umgekehrt solltest du dir aber auch überlegen, worum es in deiner Arbeit NICHT geht und welche Wörter du ausschließen kannst. Sicher fallen dir zu deinem Thema viele Begriffe ein. Falls nicht, helfen dir Handbücher, allgemeine und fachspezifische Lexika oder ein Synonymwörterbuch weiter.

Synonyme und verwandte Begriffe

Diese bedeutungsgleichen und bedeutungsähnlichen Wörter solltest du in deine Suche mit einbeziehen, da dein Thema unter Umständen mit diesen Begriffen beschrieben wird.

Homonyme

Wörter mit mehreren Bedeutungen (Homonyme) können auch zu unerwünschten Ergebnissen führen. Diese Wörter solltest du durch weitere Begriffe ergänzen. Beispielsweise findest du mit „Golf“ nicht nur das Auto, sondern auch eine Meeresbucht oder die Sportart.

Singular und Plural

Suchmaschinen und Bibliothekskataloge suchen häufig nur die genaue Zeichenfolge. Du solltest also daran denken, dass jedes Wort eine Singular- bzw. Pluralform hat und dass sich dadurch oft auch die Schreibweise ändert. Wer nach „Buch“ sucht findet keine „Bücher“.

Suchbegriffe in anderen Sprachen

Nur ein kleiner Teil der relevanten Literatur ist in Deutsch geschrieben. Je nach Fach kann die Wissenschaftssprache auch Englisch oder Französisch sein. In vielen Fachdatenbanken ist die Suchsprache ebenfalls nicht deutsch, sondern meist englisch. Verwende deshalb auch fremdsprachige Fachbegriffe für die Suche, oder wenn der allgemein übliche Begriff für dein Thema ein englischer ist, such nach passenden deutschen Wörtern.

Verschiedene Schreibweisen

Für viele Begriffe, v.a. für Fachvokabular, gibt es oft mehrere Schreibweisen. Bedenke dabei z.B. Groß- und Klein-, Getrennt- oder Zusammenschreibung, mit und ohne Akzent bzw. Bindestrich und vieles mehr. Diese Schreibvarianten solltest du bei der Suche unbedingt mit berücksichtigen. Bei Problemen mit der Rechtschreibung hilft ein Blick in den Duden oder in andere Wörterbücher.

Das waren ein paar grundlegende Tipps zur Vorbereitung deiner Suche. Nimm dir die Zeit und setzt dich mit Papier und Stift hin, um Begriffe zu sammeln. Dein Aufwand, diese Wörter zusammen zu tragen, lohnt sich auf jeden Fall (als Beispiel eine Begriffssammlung zum Thema „Handynutzung bei Jugendlichen“). Um diese zu strukturieren, kannst du ein Begriffsformular verwenden.

2. Informationsquellen

 

 

Zu Beginn deiner Recherche solltest du dir überlegen, wo du suchen willst. Um das entscheiden zu können, musst du die verschiedenen Informationsmittel kennen. Zunächst lernst du verschie- dene wissenschaftliche Publikationsformen kennen. Anschließend werden die einzelnen Informationsmittel, in denen du suchen kannst, vorgestellt.  Die richtigen Quellen zu kennen, spart dir bei deiner Recherche viel Zeit, denn du musst nicht blind suchen, sondern kannst ganz gezielt dort recherchieren, wo die benötigten Informationen sind.

Nachschlagewerke

 Dauer des Kapitels: ca. 10-15 Minuten

2.1 Publikationsformen

Arten der Veröffentlichung

Wissenschaftliche Ergebnisse werden in verschiedenen Formen veröffentlicht. Bevor du etwas zu den Publikationsformen erfährst, folgen erstmal einige wichtige Unterschiede hinsichtlich der Art der Veröffentlichung:

Selbstständige Literatur Unselbstständige Literatur
Selbstständig erschienene Literatur ist das Werk meist eines Autors, das inhaltlich und physisch in sich abgeschlossen ist. Diese Publikation wird alleine und nicht zusammen mit anderen Werken veröffentlicht. Sie erhält einen eigenen Titel, unter dem sie im Bibliothekskatalog gesucht werden kann. Zur selbstständigen Literatur gehören z.B. Monografien oder Dissertationen.
Zur unselbstständigen Literatur zählen Texte, die Teil eines Gesamtwerkes sind. Dazu zählen bspw. Aufsätze, die in einer Zeitschrift veröffentlicht werden sowie Beiträge in Sammelwerken. Unselbstständige Literatur besitzt keine eigene ISBN (Internationale Standardbuchnummer) und du findest sie bei der Recherche in Bibliothekskatalogen i.d.R. nicht unter ihrem Titel oder Verfasser. Du musst immer nach der Publikation (Quelle) suchen, in der sie enthalten ist. Wie du dennoch nach unselbstständiger Literatur recherchieren kannst, erfährst du im Kapitel 3.3 „Recherche in Bibliografien“.

Primärliteratur Sekundärliteratur
Primärliteratur sind Originalarbeiten, bspw. die Schriften eines Autors oder Quellenwerke (z.B. Gesetze, Urkunden), die zum Gegenstand deiner wissenschaftlichen Forschung werden können.
Die Sekundärliteratur beschäftigt sich mit der Primärliteratur. Sie erklärt und/oder interpretiert diese. Zur Sekundärliteratur gehören z.B. Kommentare oder Lehrbücher.

 

Die verschiedenen Publikationsformen

Im folgenden Teil werden die verschiedenen Publikationsformen vorgestellt. In der Übersichtsdarstellung (Tabelle) sind die Publikationsformen alphabetisch aufgelistet. Sie gibt dir einen kurzen Überblick, was du in den jeweiligen Publikationen finden kannst. Beachte bitte, dass sich nicht alle Formen klar voneinander trennen lassen. Manche eignen sich für mehrere Zwecke, z.B. sowohl für die Recherche nach Begriffen als auch nach Literaturnachweisen.

 

Die verschiedenen Publikationsformen

(Zum Vergrößern der Tabelle bitte auf die Vorschau klicken)

2.1.1 Nachschlagewerke

In Nachschlagewerken kannst du Begriffe, Fakten und Zahlen finden. Es gibt allgemeine und fachspezifische Nachschlagewerke. Die Bibliothek besitzt eine Vielzahl dieser Werke in gedruckter oder elektronischer Form.

Enzyklopädie

Allgemeinenzyklopädien stellen das gesamte Wissen dar, während Fachenzyklopädien das Wissen eines eingeschränkten Themenbereichs detailliert behandeln. In einer Enzyklopädie findest du relativ ausführliche Artikel und Literaturnachweise der verwendeten Literatur.

Lexikon

Ein Lexikon enthält im Gegensatz zur Enzyklopädie kürzere Artikel und keine Literaturnachweise. Es ist wie eine Enzyklopädie i.d.R. alphabetisch geordnet. Lexika können allgemeines Wissen enthalten, aber auch für einen speziellen Themenkreis zusammengestellt sein.

Wörterbuch

Neben dem Sprachwörterbuch, das zur Vermittlung sprachlichen Wissens dient, gibt es noch eine Reihe anderer Wörterbücher, z.B. Rechtschreibe-, Synonym- oder Fremdwörterbücher.

Fakten- und Zahlensammlung

Es gibt verschiedene Publikationen, die Zahlen und/oder Fakten enthalten. Sie dienen als Nachschlagewerke für statistische Angaben und wichtige Zahlen. Beispiele sind Statistische Jahrbücher, Tafelwerke, Orts- und Namensverzeichnisse und Almanache.

2.1.2 Zusammenfassende Darstellungen

Die zusammenfassenden Darstellungen geben dir einen guten Überblick über dein Fach oder ein bestimmtes Teilgebiet.

Handbuch

In einem Handbuch ist das Wissen eines Fachgebiets systematisch (z.B. chronologisch, alphabetische oder thematisch) geordnet. Es gibt dir einen guten Überblick über die Inhalte und Entwicklung eines speziellen Themas oder Fachgebiets. Ein Handbuch kann auch in mehreren Bänden erscheinen und wird meist von mehreren Fachwissenschaftlern geschrieben.

Lehrbuch

Ein Lehrbuch vermittelt das grundlegende Wissen eines Fachs (bzw. eines Teilbereichs) und präsentiert den derzeitigen Forschungsstand. Der Lehrstoff ist in einfacher Form dargestellt und didaktisch aufbereitet.

2.1.3 Aufsätze

Aufsätze sind kurze, thematisch in sich geschlossene wissenschaftliche Arbeiten, die in Fachzeitschriften oder Sammelbänden veröffentlicht werden. Aufsätze enthalten im Allgemeinen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Resultate zu einem bestimmten Thema.Sie behandeln in der Regel eine enger begrenzte Fragestellung.

Fachzeitschrift

Diese Zeitschriften erscheinen regelmäßig (periodisch), in gedruckter und/oder elektronischer Form und enthalten Aufsätze zu einem bestimmten Fach- oder Themengebiet.

Sammelwerk

In einem Sammelwerk werden in sich abgeschlossene Beiträge mehrerer Autoren zu einem Rahmenthema gemeinsam publiziert. Diese Aufsatzsammlung erhält einen den gesamten Inhalt charakterisierenden Titel. Typische Sammelwerke sind Konferenzberichte oder Festschriften.

2.1.4 Wissenschaftliche Einzelarbeiten

Viele der Publikationen, die dir begegnen werden, sind die Werke eines einzelnen Autoren.

Monografie

Eine Monografie ist eine in sich abgeschlossene selbstständige Veröffentlichung und behandelt ein einzelnes, begrenztes Thema umfassend.

Dissertation

Darunter versteht man eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit, die eine Voraussetzung zur Erlangung eines Doktorgrades ist. Die Dissertation (auch: Doktorarbeit) enthält neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem meist sehr speziellen Thema.

Habilitationsschrift

Diese wissenschaftliche Arbeit wird im Rahmen der Habilitation zum Erwerb der Lehrberechtigung (i.d.R. für eine Professur) vorgelegt.

2.1.5 Aktuelle wissenschaftliche Publikationen

Aktuelle wissenschaftliche Informationen sind oft in der sogenannten "Grauen Literatur" enthalten. So nennt man Publikationen, die außerhalb des Buchhandels erscheinen.

Proceedings / Konferenzberichte

Diese Veröffentlichungen enthalten die i.d.R. verschriftlichten Vorträge, die auf wissenschaftlichen Kongressen und Tagungen gehalten wurden.

Reports / Forschungsberichte

Diese Publikationen stellen Ergebnisse, Stand oder Fortschritte von Forschungsvorhaben dar. Einige Forschungsberichte sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

2.1.6 Elektronische Publikationen

Elektronische Publikationen finden in der wissenschaftlichen Welt eine immer größere Verbreitung. Viele Veröffentlichungen, die früher nur gedruckt erschienen sind, gibt es mittlerweile auch in elektronischer Form; z.B. Zeitschriften, E-Books oder Forschungsberichte. Du findest sie auf CD-ROM oder in Form von Datenbanken, auf die du über das Internet zugreifen kannst.

Zugriff zu Onlinequellen

Diese Online-Quellen bieten mehrere Vorteile: Du kannst gleichzeitig mit anderen sehr schnell und oft unabhängig von einem bestimmten Ort auf das Buch oder den Aufsatz zugreifen. Elektronische Publikationen sind im Vergleich zu gedruckten Publikationen häufig viel aktueller. Allerdings ist ein großer Teil der hochwertigen elektronischen Angebote nicht für jeden frei zugänglich. Deine Bibliothek erwirbt Lizenzen für diese Datenbanken, d.h. sie hat einen oder mehrere Zugänge gekauft. Du kannst entweder von Rechnern auf dem Campus auf diese Quellen zugreifen oder musst dir den VPN-Client auf deinem Computer installieren, um auch bequem von zu Hause aus in ihnen recherchieren zu können.

2.2 Informationsmittel

Im ersten Teil des Kapitels hast du erfahren, welche Publikationsformen existieren. In diesem Teil wirst du lernen, wo du nach Literatur für dein Thema suchen kannst. Für diese Quellen wird auch der Begriff Informationsmittel verwendet. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, für eine wissenschaftliche Arbeit mehrere Quellen zu benutzen, um eine repräsentative und qualitativ hochwertige Auswahl an Informationen zu bekommen. Dieses Kapitel bietet dir eine kurze Übersicht über die möglichen Informationsmittel. Genaueres zu ihrer Verwendung erfährst du in Kapitel 3 „Recherchieren“.

Informationsmittel für die Recherche

Informationsmittel

Welche Informationen findest du wo?

Die Tabelle schlüsselt dir die einzelnen Informationsmittel danach auf, was du in ihnen findest und wie sie dir helfen können:

Informationsmittel Was finde ich dort? Beispiele? Wann benutze ich dieses Informationsmittel?
Persönliche Kontakte
  • Literaturlisten
  • Empfehlungen
  • "Insider-Wissen"
  • Dozenten, Kommilitonen
  • Freunde / Bekannte
  • Experten (auch online: Foren, Mailinglisten, Newsgroups)
  • Zum Einstieg in ein Thema
  • für spezielle Fragen zu einem Thema
  • als Hilfestellung
Nachschlagewerke
  • Für die Einführung in ein Thema
Suche am Regal
  • Bücher, Zeitschriften aus dem frei zugänglichen Bestand der UB Augsburg
  • Freihandbereich in der Bibliothek
  • Suche nach Literatur zu deinem Thema
Bibliothekskataloge
  • Medien, die im Besitz einer Bibliothek, z.B. der UB Augsburg sind: Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs, Dissertation
  • Lokale Kataloge z.B. der OPAC der UB Augsburg
  • regionale Kataloge
  • überregionale Kataloge
  • Suche nach Literatur zu deinem Thema
Bibliografien
  • Literaturnachweise aller Arten von Literatur, insbesondere Nachweise von Aufsätzen
  • Allgemeine, fächerübergreifende Bibliografien
  • Fachspezifische Bibliografien
Internet
  • Jede Art von Information
  • Jederzeit benutzbar, aber Achtung: nicht alles ist qualitativ hochwertig und nicht alles ist frei verfügbar.

2.2.1 Persönliche Kontakte

Persönliche Kontakte können bei deiner Recherche oft sehr hilfreich sein. Deine Dozenten geben dir Literaturlisten, die wichtige Literatur für dein Fach enthalten. Du kannst sie auch nach Empfehlungen fragen. Außerdem kannst du bei deinen Kommilitonen oder älteren Studierenden nachfragen, was sie zu einem Thema gelesen haben. Natürlich kannst du auch "externe" Experten befragen. In Fachportalen, Mailinglisten oder Newsgroups kannst du Experten finden oder du suchst auf den Webseiten von Institutionen, Firmen, Verbänden etc. nach Kontaktpersonen. Auch in der Bibliothek findest du immer einen Ansprechpartner: Entweder wendest du dich an die Mitarbeiter an den Informationsplätzen oder direkt an einen der Fachreferenten. Sie können dich bei der weiterführenden Recherche nach Literatur sehr gut beraten.

2.2.2 Nachschlagewerke

Für den Einstieg in dein Thema benötigst du oft erst mal Definitionen und Fakten oder einführende Werke bzw. Überblicksdarstellungen. Dabei helfen dir Nachschlagewerke, Hand- oder Lehrbucher. Die Bibliothek besitzt viele dieser Werke.

Gedruckte Nachschlagewerke

Die gedruckten Nachschlagewerke findest du im OPAC oder im Freihandbestand unter dem Lokalkennzeichen 11 in der Zentralbibliothek oder beim jeweiligen Fach.

Nachschlagewerke online

Viele Nachschlagewerke sind online zugänglich. Du findest sie bspw. mit dem Datenbankinfosystem (DBIS). In DBIS sind viele Datenbanken verzeichnet. Allgemeine Nachschlagewerke findest du in der Fachübersicht im Bereich "Allgemein/Fachübergreifend“. Die Datenbanken werden dort in verschiedene Rubriken eingeteilt, z.B. "Wörterbuch, Enzyklopädie, Lexika" oder "Adress- und Firmenverzeichnisse".

2.2.3 Regalsuche

Das Stöbern in den Regalen kann dir einen ersten Überblick verschaffen, welche Literatur die Bibliothek zu deinem Thema besitzt. Erleichtert wird dir das Stöbern, da die Bücher systematisch, d.h. fachlich geordnet sind.

Allerdings findest du dort nur einen Teil der vorhandenen Literatur, v.a. aktuelle und häufig gebrauchte Werke. Medien mit Sonderstandorten, z.B. CD-ROMs, Karten und Magazinbestände sind nicht frei zugänglich aufgestellt. Elektronische Publikationen und ausgeliehene Werke entdeckst du so ebenfalls nicht.

2.2.4 Bibliothekskataloge

Bibliothekskataloge verzeichnen den Bestand einer Bibliothek, d.h. alle Medien, z.B. Bücher, Zeitschriften, E-Journals, die eine Bibliothek besitzt. Der Katalog hilft dir, Literatur zu finden, zu bestellen und deine Ausleihen zu verwalten. Heute sind die Bibliothekskataloge online vorhanden. Die Bibliothek verwendet dafür den Fachbegriff OPAC (Online Public Access Catalogue). Die Kataloge sind über das Internet frei zugänglich. Du kannst also bequem von zu Hause aus recherchieren. Es gibt drei Arten von Bibliothekskatalogen:

Lokale Kataloge

Das ist der Katalog deiner Bibliothek vor Ort, z.B. der OPAC der Universitätsbibliothek (UB) Augsburg. Du kannst ihn von der Homepage der Bibliothek unter der Rubrik „Literatur suchen“ aus aufrufen oder direkt starten. Hier findest du ein OPAC-Tutorial der Universitätsbibliothek Augsburg.

Regionale Kataloge

Diese Kataloge weisen die Medien einer bestimmten Region nach. Es gibt in Deutschland sechs Bibliotheksverbünde, in denen sich die wissenschaftlichen Bibliotheken aus einem oder mehreren Bundesländern zusammengeschlossen haben. Ein Verbundkatalog verzeichnet also die Bestände aller Bibliotheken des Verbundes. In Bayern heißt der Verbund BVB (Bayerischer Bibliothekverbund) und sein Katalog ist das „Gateway Bayern“ . Du findest diesen Katalog auch über die Homepage der Bibliothek unter "Literatur suchen".

Überregionale Kataloge

Sie weisen die Bestände von Bibliotheken deutschland- bzw. weltweit nach, z.B. der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK). Ein Übersicht weiterer Bibliothekskataloge findest du auf der Homepage der Bibliothek unter „Bibliotheken und Bibliothekskataloge“ .

Mehr Informationen zur Recherche in den Katalogen findest du in Kapitel 3 “Recherchieren“.

2.2.5 Bibliografien

Für die intensive Beschäftigung mit einem Thema im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit benötigst du weiterführende Literatur. Bibliografien helfen dir dabei, diese Literatur zu finden.

Eine Bibliografie ist ein Verzeichnis von Literaturnachweisen. Man unterscheidet dabei allgemeine Bibliografien und Fachbibliografien. Für die Ermittlung von Literatur im wissenschaftlichen Bereich sind besonders die Fachbibliografien geeignet. Diese liefern eine umfassende bis vollständige Übersicht der Literatur, die zu einem Fachgebiet oder einem bestimmten Thema innerhalb eines festgelegten Zeitraums erschienen ist. Sie ist für dich sehr hilfreich, da sie neben selbstständiger Literatur wie Monografien auch unselbstständige Literatur wie Zeitschriftenaufsätze verzeichnet. Die Literatur kann dabei alphabetisch, systematisch oder chronologisch geordnet sein. Bibliografien, die Bestandteil von Monografien oder Aufsätzen sind, bezeichnet man auch als Literaturverzeichnis. Sie können gedruckt oder elektronisch erscheinen. Nutze zur weiterführenden Information einfach die Tutorials der Universitätsbibliothek Augsburg.

Bibliografien helfen dir festzustellen, welche Literatur in deinem Fach oder zu einem Thema veröffentlicht wurde. Sie zeigt dir allerdings nur, welche Literatur es gibt, nicht jedoch wo sie vorhanden ist. Wie du Literatur beschaffen kannst, siehst du im Kapitel 4 „Literaturbeschaffung“.

2.2.6 Internet

Das Internet als Informationsmittel bietet dir eine Vielzahl von Informationen für deine Recherche an. Du kannst Suchmaschinen oder Fachportale verwenden, um Webseiten zu deinem Thema zu finden, oder ein Online-Lexikon wie Wikipedia benutzen, um Begriffe nachzuschlagen. In Foren oder Weblogs findest du sehr aktuelle Informationen und Meinungen zu deinem Thema. Spezielle Datenbanken helfen dir, gezielt nach wissenschaftlichen Quellen zu suchen.

Du musst bei der Recherche im Internet allerdings etwas vorsichtiger sein, da diese Informationen nicht immer geprüft sind und du dich deshalb nicht auf die Qualität verlassen kannst. Von der Qualität hängt aber ab, ob du eine Internetquelle in deiner Arbeit verwenden (zitieren) kannst.

Alles Wichtige zum Thema Internet findest du in Kapitel 3.4 "Recherchieren im Internet".

3. Recherchieren

Du hast im vorherigen Kapitel erfahren, wo du nach welchen Informationen suchen kannst. Jetzt wirst du lernen, wie man in den verschiedenen Informationsmitteln effektiv sucht. Eine gut durchgeführte Suche spart Zeit, weil du schneller findest, was du suchst. Außerdem kannst du dir die Frustration ersparen, wenn du zuviel oder zuwenig Informationen gefunden hast.

Wie du einzelne Artikel in Zeitschriften suchst, erfährst du unter 3.3. Recherche in Bibliografien.

Zentralbibliothek der Universität Augsburg


Dauer des Kapitels: ca. 40 Minuten

Du kannst jedoch die einzelnen Abschnitte auch zum Nachschlagen verwenden. Zudem möchten wir dir die Tutorials der Universitätsbibliothek Augsburg zu verschiedenen Themen empfehlen.

3.1 Einstieg in die Recherche

Bei einer Recherche solltest du immer einem strukturierten Ablauf folgen. Zunächst überlege dir, was du finden möchtest und wie du es suchst. (Mehr dazu im Kapitel 1 „Vorbereitung der Recherche“). Anschließend stellst du fest, welche Informationsmittel du für deine Recherche geeignet sind (siehe Kapitel 2 „Informationsquellen“). Die Auswahl deiner Quellen ist auch abhängig davon, wie umfangreich deine Arbeit ist. Je umfassender du ein Thema bearbeiten willst, desto mehr Informationsmittel wirst du benötigen.

Musst du dich erst mit einem Thema vertraut machen, nutzt du am besten die folgenden Informationsmittel:

Persönliche Kontakte

Der Betreuer deiner Arbeit kann dir sicherlich Tipps geben, welche Werke für dein Thema als Einstieg geeignet sind. Wie du dir diese Werke besorgst, erfährst du in Kapitel 4 „Literaturbeschaffung“.

Nachschlagewerke

Lexika und Enzyklopädien sind i.d.R. alphabetisch sortiert, während die Inhalte in Hand- und Lehrbüchern meist thematisch geordnet sind. Der Inhalt wird dann zusätzlich durch Inhaltsverzeichnisse und/oder Register erschlossen. Schlage die bereits bekannten Begriffe nach, um weitere Informationen, Literaturangaben und Begriffe zu finden.

Suche am Regal

Dieses Stöbern ermöglicht dir einen ersten, schnellen Überblick über die am Ort vorhandene Fachliteratur, da in der Universitätsbibliothek (UB) Augsburg die Literatur systematisch, d.h. nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet ist.

Für eine umfassende Recherche solltest du aber auf jeden Fall den OPAC benutzen, denn bei der Suche im Regal siehst du die Bücher nicht, die sich im Magazin befinden. Einige der nicht ausleihbaren Bücher im Freihandbereich sind auch als ausleihbares Exemplar im Magazin vorhanden.

Systematik in den Bibliotheksregalen

Jedes Medium wird anhand eines Regelwerks sogenannten Notationen (Systemstellen) zugeordnet. Das System ist hierarchisch aufgebaut und immer feiner gegliedert, so dass jedes Buch mit Hilfe der Systematik genau inhaltlich beschrieben werden kann.

 

So sieht ein Beispiel für eine Untergliederung aus:

Untergliederung

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Du musst natürlich nicht die ganze Systematik auswendig lernen - du findest die übergeordneten Systemstellen und ihre Bedeutung an den Regalen, so dass du dich daran gut orientieren kannst. Wenn du dich im Vorfeld über die passende Notation informieren möchtest, nutze dazu die „Systematische Suche“ des OPACs.

3.2 Recherche in Bibliothekskatalogen

Im vorherigen Kapitel hast du gelesen, dass es lokale, regionale und überregionale Bibliothekskataloge gibt. Diese enthalten verschiedene Bestände.

Wo anfangen?

Bei einer Recherche ist es sinnvoll, zunächst zu prüfen, welche Medien vor Ort vorhanden sind, da du diese am schnellsten und günstigsten beschaffen kannst. Daher beginne am besten mit deiner Recherche im lokalen Katalog, dem OPAC der UB Augsburg. Falls du dort nicht genügend Literatur zu deinem Thema findest oder deine Recherche vertiefen willst, suchst du im regional nächsten Katalog, dem Gateway Bayern. Dort kannst du die Bestände der wissenschaftlichen Bibliotheken Bayerns durchsuchen. So gefundene Literatur kannst du dir über die Fernleihe (Kapitel 4 „Literaturbeschaffung“) an die UB Augsburg bestellen. Solltest du im Gateway Bayern keine passende oder nicht ausreichend Literatur finden, weite deine Recherche auch auf überregionale Kataloge, z.B. den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) aus. Im KVK gefundene Medien kannst du nicht direkt dort bestellen, aber du kannst eine Fernleihe über das Gateway Bayern in Auftrag aufgeben.

Die Recherche funktioniert in allen Bibliothekskatalogen sehr ähnlich, daher erklären wir dir die Suche und verschiedene Suchstrategien am Beispiel unseres OPACs.

3.2.1 Der OPAC

Der OPAC ist frei zugänglich im Internet. Du erreichst ihn über die Homepage der UB Augsburg unter der Rubrik „Literatur suchen“ . Er verzeichnet alle selbstständigen Medien (Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs, elektronische Medien, Karten etc.), welche die UB Augsburg besitzt.

OPAC

Ergebnis deiner Suche ist eine Trefferliste mit den bibliografischen Angaben und dem Standort des Buches. Der Katalog unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Außerdem werden nur sinntragende Begriffe gesucht, d.h. Artikel und Präpositionen, sogenannte Stoppwörter, kannst du bei der Suche einfach weglassen.

Tipp: Solltest du einen geeigneten Treffer gefunden haben, notiere dir vor allem die Signatur (Ziffern-Buchstabenkombination, genauere Informationen findest du hier). Mit Hilfe dieser Signatur kannst du das Buch im Regal finden. Bei elektronischen Medien gibt es einen Link. Speichere diesen Link in deinen Lesezeichen oder lade den Volltext gleich herunter. Mehr dazu findest du im Kapitel 4.2 „Die Publikation ist in der UB Augsburg vorhanden“.

Sonderfall Aufsatzsuche

Bitte beachte, dass im OPAC nur Titel von Zeitschriften verzeichnet sind, aber weder die Autoren noch die Titel von einzelnen Aufsätzen. Für die Recherche nach Aufsätzen nutzt du Bibliografien bzw. bibliografischen Datenbanken (mehr dazu im Kapitel 3.3 „Recherche in Bibliografien“).

Unter 3.4 Recherche im Internet findest du außerdem eine Auswahl an Portalen für kommunikationswissenschaftliche und medienpädagogische Zeitschriften.

Möchtest du mehr zur Recherche im OPAC erfahren, kannst du dir das E-Tutorial der Universitätsbibliothek anschauen.

3.2.2 Ablauf einer Recherche

Jede Recherche folgt einem bestimmten Ablauf. Diese Reihenfolge solltest du einhalten, um gezielt vorzugehen und möglichst schnell das zu finden, was du suchst.

Ablauf einer Recherche

3.2.3 Suchfelder

Dir stehen im OPAC verschiedene Suchfelder zur Verfügung, damit du genau bestimmen kannst, was du suchst. Es sind vier Suchfelder voreingestellt:

  • Freie Suche
  • Autor/Herausgeber
  • Titel(wörter)
  • Thema/Schlagwort

Suchfelder

Weitere Suchfelder kannst du über die Drop-down-Menüs der Suchfelder auswählen.

Suchfelder Auswahl

 

Gezielte Suche

Wenn du im OPAC gezielt nach Literatur zu einem Thema suchst, sind vor allem die folgenden Felder relevant:

  • "Titel(wörter)": In diesem Feld suchst du nach Wörtern, die im Titel der Publikation vorkommen. Diese Suche wird auch Stichwortsuche genannt.
  • "Thema/Schlagwort": Schlagwörter müssen nicht notwendigerweise im Titel vorkommen. Sie beschreiben den Inhalt der Publikation näher und werden von Bibliothekaren vergeben. Diese nutzen dafür Vokabular aus einer festgelegten Liste ("kontrolliertes Vokabular"). Anhand der Schlagwörter erkennst du, um was es thematisch in dem Buch geht. Wenn du eine interessante Publikation gefunden hast, sieh dir einfach mal die anderen vergebenen Schlagwörter an. Du kannst so weitere Suchbegriffe finden.
  • "Freie Suche": Du kannst in diesem Suchfeld alle anderen Felder auf einmal durchsuchen. Hinzu kommen die eingescannten Inhaltsverzeichnisse und Klappentexte. Die „Freie Suche“ ist die unspezifischste Suche.

Beispiel für eine gezielte Suche Thema "Handynutzung von Jugendlichen"

Angenommen, du suchst Literatur zum Thema "Handynutzung von Jugendlichen". Im Kapitel 1 "Vorbereitung der Recherche" hast du schon gelernt, wie du Suchbegriffe findest. Es folgen einige Begriffe, mit denen du bspw. eine Suche zu diesem Thema durchführen kannst:
Mobiltelefon, Handy, Jugendliche, Telekommunikation, Mediennutzung

Für eine sehr gezielte Suche nach Literatur zu einem Thema ist das Suchfeld "Thema/Schlagwort" am besten geeignet. Wenn du jedoch bei der Schlagwortsuche nicht genügend Treffer findest, nutze die Freie Suche, da dabei alle Felder durchsucht werden. Du erhöhst damit deine Trefferzahl. Probiere die Suche einfach mal mit verschiedenen Kombinationen von Suchbegriffen in verschiedenen Feldern aus. Durch die Kombination kannst du deine Suchergebnisse optimieren.

Hier die Ergebnisse einer Beispielsuche (die Trefferzahlen können sich ändern, da der Katalog nicht statisch ist, sondern ständig neue Medien hinzu kommen).

Suchbegriffe Freie Suche Thema / Schlagwort Titel(wörter)
Mobiltelefone Jugendliche 6 Treffer 2 Treffer 0 Treffer
Mobiltelefon
Jugend*
10 Treffer 2 Treffer 0 Treffer
Telekommunikation
Jugend*
81 Treffer 26 Treffer 0 Treffer
Mediennutzung
Jugend*
158 Treffer 59 Treffer 8 Treffer

Du siehst, die Trefferzahlen variieren stark, je nachdem mit welchen Begriffen du suchst und welches Suchfeld du wählst. Überlege dir daher vor der Recherche, mit welchen Begriffen du sinnvoll suchen könntest und welche Suchfelder geeignet sind. Wenn du nichts findest, heißt das nicht unbedingt, dass es zu diesem Thema keine Informationen gibt. So kann es sein, dass es eventuell noch keine Literatur in Form von Büchern gibt, da die Thematik sehr aktuell ist. Du wirst in diesem Fall eher nach Aufsätzen in Fachzeitschriften suchen müssen. Wie du das machst, erfährst du im Kapitel 3.2 „Recherchieren in Bibliografien“.

3.2.4 Suche eingrenzen

Am Anfang deiner Suche solltest du erstmal unspezifischer suchen und anschließend die Suchergebnisse weiter eingrenzen. Der OPAC bietet dir dafür verschiedene Filter an.

Filtermöglichkeiten im OPAC

Links neben der Trefferliste erscheinen unter "Treffer eingrenzen" zahlreiche Filtermöglichkeiten, z.B. "Fach" oder "Themen/Schlagwörter", mit denen du deine Suche einengen kannst. So kannst du deine Treffer auf die Titel verringern, die für dich relevant sind.

Die Suchmaske des OPAC bietet dir Filter, um die Suche schon im Voraus einzugrenzen, z.B. nach der Erscheinungsform, der Sprache oder dem Erscheinungsjahr. Besonders hilfreich ist das bei der Suche nach Zeitschriften. In der Abbildung siehst du, wie und wo du die Suche eingrenzen kannst (siehe dazu auch Kapitel 4.1 "Titelsuche im OPAC").

Treffer eingrenzen

3.2.5 Trunkierung

Um verschiedene Schreibweisen oder Pluralformen mit einer Suche abzudecken, bietet sich bei einigen Suchbegriffen eine Trunkierung an. Trunkieren bedeutet, dass du ein oder mehrere Zeichen durch ein bestimmtes Zeichen - einen Joker bzw. eine Wildcard - ersetzt.

Beispiele für Trunkierungsmöglichkeiten

Im OPAC steht das * für ein oder mehrere Zeichen am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes. Wenn du das ? nutzt, ersetzt du genau ein Zeichen. Wenn du beispielsweise nach jugend* suchst, findest du gleichzeitig Jugend, Jugendliche, Jugendlicher, usw. Du erweiterst dadurch deine Suche.

Die Trunkierungsmöglichkeiten und -zeichen sind in den einzelnen Katalogen und Datenbanken unterschiedlich, daher informiere dich am besten vor der Suche in den Hilfeseiten.

3.2.6 Boole'sche Operatoren

Du hast in diesem Kapitel bereits gelernt, dass du durch die Kombination deiner Suchbegriffe deine Recherche optimieren kannst. Die eingegebenen Begriffe werden miteinander durch Boole’sche Operatoren verknüpft. Es gibt verschiedene dieser Operatoren, die das Ergebnis deiner Recherche erheblich beeinflussen können.

Boole`sche Operatoren und ihre Funktion

Operator Beispiel Ergebnis
UND Medien und JugendMedien und Jugend Es wird der erste UND der zweite Suchbegriff gesucht, d.h. Medien und Jugend müssen in den Ergebnissen vorkommen. Das UND verringert die Treffermenge und erhöht gleichzeitig die Treffergenauigkeit, da beide Begriffe vorhanden sein müssen.
ODER Medien oder JugendMedien oder Jugend Bei der Verknüpfung von zwei Suchbegriffen mit ODER werden alle Treffer angezeigt, die entweder den einen ODER den anderen Begriff enthalten. Es können beide Begriffe vorkommen, aber es muss mindestens einer der beiden Suchbegriffe im Treffer stehen. Mit ODER erhöhst du also deine Treffermenge.
UND NICHT Medien und nicht FernsehenMedien und nicht Fernsehen UND NICHT bzw. nur NICHT schließt die Suchbegriffe aus, die hinter dem Operator stehen. Diese Beispielsuche findet alle Dokumente, die sich mit den „Medien“ beschäftigten und ignoriert diejenigen, welche den Begriff „Fernsehen“ enthalten. Die Treffermenge verringert sich. Verwende diesen Operator vorsichtig, da du so schnell auch relevante Ergebnisse ausschließen kannst, z.B. Dokumente, in denen steht, dass sie sich zwar mit „Medien“ beschäftigen, nicht jedoch mit dem „Fernsehen“.

 

Im OPAC werden deine Suchbegriffe, wenn du nichts änderst, automatisch mit UND verknüpft. So arbeiten auch die meisten Kataloge, Datenbanken und Suchmaschinen. Sieh dir daher vor der Recherche am besten die jeweilige Hilfeseite an.

3.2.7 Tipps & Tricks

Was mache ich wenn...?

...ich zu viele Treffer habe

  • Zu wenige Suchbegriffe verwendet?
  • Suchbegriff zu allgemein?
  • Suchbegriffe finden, die das Thema sinnvoll beschreiben und begrenzen.

...ich zu wenige Treffer habe

  • Zu viele Suchbegriffe verwendet?
  • Suchbegriffe mit ODER verknüpfen, um die Suche zu erweitern.
  • Trunkierung benutzen, um verschiedene Wortendungen zu suchen.
  • Andere Suchbegriffe nutzen.

...ich gar keine Treffer finde

  • Schreibweise richtig? Rechtschreibfehler?
  • Falsche Suchbegriffe gewählt?
  • Das falsche Informationsmittel verwendet?


Mehr Informationen zum Finden von Suchbegriffen findest du im Kapitel 1. "Vorbereitung der Recherche" und Antwort auf die Frage, wo du recherchieren sollst gibt es im „Kapitel 2.2 Informationsmittel“.

3.2.8 Weitere Kataloge

Fast jede Bibliothek hat ihren eigenen OPAC, der meist über die Homepage frei zugänglich ist. Wenn du in der Universitätsbibliothek nichts findest, kannst du auch andere Bibliotheken ausprobieren, z.B. die Fachhochschulbibliothek Augsburg, die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg oder die deines Heimatortes.

Zwei wichtige Kataloge wollen wir dir hier noch kurz vorstellen:

Gateway Bayern

Gateway

Das Gateway Bayern ist der Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB). Dieser Katalog enthält über 17 Millionen Titeldaten der am BVB beteiligten wissenschaftlichen Bibliotheken und die Nachweise, welche Einrichtung welches Medium besitzt (Bestandsnachweis). Du setzt deine Suche im Gateway Bayern fort, wenn du im OPAC der UB Augsburg nichts gefunden hast oder mehr Literatur zu einem Thema finden möchtest.

Im Gateway Bayern kannst du zwischen „Einfacher Suche“ und „Erweiterter Suche“ wählen. Die einfache Suche bietet dir nur ein Suchfeld ohne Beschreibung. Dieses Suchfeld entspricht der „Freien Suche“ im OPAC, also der Suche über alle Felder. Die erweiterte Suche bietet dir die drei Suchfelder „Titel(wörter)“, „Verfasser“ und „Schlagwort“. Du hast wie im OPAC die Möglichkeit, andere Suchfelder einzustellen und deine Treffer nach der Recherche mit Filtern weiter einzuschränken. Siehe dazu „Kapitel 3.2.1 Recherche im OPAC“.

Artikelsuche im Gateway Bayern

Der Gateway Bayern verfügt über eine Aufsatzdatenbank, die über 42 Millionen Titelnachweise von wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln enthält. Diese Datenbank kannst du deshalb sehr gut nutzen, um Artikel zu recherchieren. Ruf dazu den Gateway Bayern auf und wähle unter „Datenbank Auswahl" die BVB-Aufsatzdatenbank aus.

Wenn du relevante Literatur gefunden hast, kannst du unter „Orts-/Fernleihe und mehr" erfahren, wie du die Literatur bekommen kannst (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Du kannst sie in der Heimatuniversität finden oder über Fernleihe bestellen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, den kostenpflichtigen Dokumentlieferdienst Subito zu benutzen.

Artikelsuche Gateway

Wenn du in dem neu geöffneten Fenster auf „Suche im lokalen Katalog" klickst, wird der Bibliothekskatalog durchsucht. Alternativ kannst du eine Fernleihebestellung starten.

Du kannst deine Suche in der Aufsatzdatenbank auch über BVB-Inhaltsverzeichnisdienst starten, indem du den Titel einer Zeitschrift eingibst oder in der alphabetischen Liste der ausgewerteten Zeitschriften suchst.

KVK

Der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) ist ein Metakatalog, mit dem du gleichzeitig in Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen deutschland- und weltweit suchen kannst. Bei einer Recherche im KVK erhältst du Nachweise von mehr als 500 Millionen Büchern und Zeitschriften. Du benutzt den KVK, wenn du im Gateway Bayern nicht fündig geworden bist oder noch mehr Literatur zu deinem Thema finden willst.

KVK

Der KVK ist mit seinen Suchmöglichkeiten weniger komfortabel als die anderen vorgestellten Kataloge, da er die Anfragen nur an andere Kataloge weitergibt. Er kann daher nur die Felder abfragen, die es in allen Katalogen gibt, d.h. er beschränkt sich auf den 'kleinsten gemeinsamen Nenner'.

Nach der Eingabe deiner Suchanfrage musst du noch die Kataloge anhaken, die du durchsuchen möchtest. Die Ergebnisse werden getrennt nach den einzelnen durchsuchten Katalogen aufgelistet. Ein Klick auf einen der Kurztitel führt dich zur Vollanzeige des ausgewählten Katalogs. Um dir die Literatur zu beschaffen, musst du eine Fernleihe über das Gateway Bayern aufgeben, unabhängig davon, ob diese in Bayern vorhanden ist oder nicht (weitere Informationen findest du hier).

Weitere Informationen zum Umgang mit diesem Katalog findest du auch auf den Hilfeseiten des KVK.

3.3 Recherche in Bibliografien

Was sind Bibliografien?

Wie du im Kapitel 2.1 "Publikationsformen" gelesen hast, sind Bibliografien Verzeichnisse, die Veröffentlichungen unabhängig von ihrem Vorhandensein an einem bestimmten Ort nachweisen. Sie verzeichnen selbstständige oder unselbstständige Literatur. Mit ihrer Hilfe kannst du feststellen, welche Literatur von einem Autor oder zu einem Thema innerhalb eines bestimmten Zeitraumes veröffentlicht wurde. Für eine umfassende Recherche ist es notwendig, mehrere Bibliografien zu benutzen, um einen möglichst vollständigen Überblick über die vorhandene Literatur zu erhalten.

Wie du den Ort findest, an dem die Literatur vorhanden ist, erfährst du in Kapitel 3.2 „Recherche in Bibliothekskatalogen“ und wie du sie dir beschaffst, ist im Kapitel 4 "Literaturbeschaffung" beschrieben. Du kannst für deine Recherche gedruckte oder elektronische Bibliografien nutzen.

3.3.1 Gedruckte Bibliografien

Systematische Ordnung in Bibliografien

Die Nachweise der Literatur sind in gedruckten Bibliografien systematisch nach bestimmten Merkmalen geordnet. Beispielsweise werden Werke alphabetisch nach Autoren aufgelistet. Da aber nicht vorausgesetzt werden kann, dass der Autor bekannt ist, gibt es weitere Zugänge über verschiedene Verzeichnisse, sog. Register.

Jede Bibliografie hat ihre eigenen Auswahlkriterien, Anordnungen und Register. Mehr Informationen findest du i.d.R. am Anfang in den Erläuterungen zur Benutzung der Bibliografie.

Wo finde ich gedruckte Bibliografien?

Viele gedruckte Bibliografien stehen in der Bibliothek unter dem Lokalkennzeichen 10 in der Eingangshalle der Zentralbibliothek.

3.3.2 Elektronische Bibliografien

Elektronischen Bibliografien sind in der Benutzung einfacher. Die bibliografischen Nachweise sind in einer Datenbank gespeichert und du kannst über verschiedene Suchfelder auf die Daten zugreifen.

Suchmöglichkeiten

Die Suchmöglichkeiten und Oberflächen unterscheiden sich von Datenbank zu Datenbank, aber du kannst i.d.R. immer nach Titel, Autor oder Schlagwort suchen. Die meisten Datenbanken bieten außerdem umfangreiche Hilfetexte an, die dir bei der Recherche helfen. Die Ergebnisse deiner Recherche werden dir normalerweise eine Trefferliste wie im OPACals Trefferliste mit bibliografischen Nachweisen präsentiert. Zusätzlich zu Autor, Titel und Erscheinungsjahr erhältst du oft eine kurze Inhaltsbeschreibung. Wichtig für dich sind vor allem alle Angaben zur Quelle, in welcher der Aufsatz erschienen ist, d.h. auch die Seitenzahlen.

So könnte ein Suchergebnis aussehen:

Höflich, J. R & Rössler, P. (2001). Mobile schriftliche Kommunikation - oder: E-Mail für das Handy. Die Bedeutung elektronischer Kurznachrichten (Short Message Service) am Beispiel jugendlicher Handynutzer. Medien & Kommunikationswissenschaft, 49 (2001), 4, 437-461.

Quelle des Beitrags ist die Zeitschrift "Medien & Kommunikationswissenschaft". Nach dieser Zeitschrift und dem entsprechenden Jahrgang (Jg. 49) kannst du anschließend im OPAC suchen. Wenn du das richtige Heft (H. 4) gefunden hast, kannst du dir den gewünschten Aufsatz suchen (S. 437 – 461).

Linkservice SFX

Einige Datenbanken bieten dir eine sehr praktische Zusatzfunktion, den Linkservice SFX. Ihn erkennst du an diesen Buttons  sfx oder sfx . Wenn du darauf klickst, wirst du entweder direkt zum elektronischen Volltext weitergeleitet oder du kannst gleich in verschiedenen Bibliothekskatalogen eine Recherche nach diesem Titel anstoßen. Weitere Informationen zum Linkservice erhältst du im kurzen SFX-Tutorial der Universitätsbibliothek.

Wo finde ich elektronische Datenbanken?

Die meisten elektronischen Bibliografien sind Datenbanken, welche du über das Datenbank-Infosystem (DBIS) findest. DBIS ist über die Homepage der UB Augsburg unter „Literatur suchen“ erreichbar.

DBIS

 

In DBIS sind neben diesen bibliografischen Datenbanken auch eine Reihe anderer Datenbanken vorhanden, z.B. Bilddatenbanken, Firmen- und Adressverzeichnisse und Faktendatenbanken. Hast du Fragen zu DBIS, wende dich an einen der Informationsplätze in der Bibliothek, sieh dir die "Hinweise zu DBIS" an oder betrachte die kurze Einführung zu DBIS.

Verfügbarkeit der Datenbanken

Viele der angebotenen Datenbanken sind im Internet frei verfügbar. Du erkennst sie am grünen Punkt neben dem Titel. Andere Datenbanken sind kostenpflichtig und nicht für jeden frei zugänglich. Die Bibliothek hat für viele Lizenzen erworben und ermöglicht dir so den Zugang zu sonst kostenpflichtigen Angeboten. Diese lizenzpflichtigen Datenbanken sind mit einem gelben Punkt gekennzeichnet und nur von Rechnern innerhalb des Campusnetzes erreichbar. Als Studierender der Universität Augsburg kannst du diese Datenbanken auch bequem von zu Hause aus benutzen. Du benötigst dafür nur den VPN-Client . Für verschiedene Fachdatenbanken gibt es auch Tutorials der Universitätsbibliothek Augsburg, die du unter diesem Link aufrufen kannst.

Zeitschriftendatenbank (ZDB)

Auch die Zeitschriftendatenbank(ZDB) eignet sich gut für die Recherche nach Artikeln. Die Zeitschriftendatenbank ist die weltweit größte Datenbank für Titel und Besitznachweise von gedruckten und elektronischen Zeitschriften und Zeitungen, allerdings findst du hier keine Aufsatztitel. Die ZDB ähnelt in diesem Sinne also der EZB. Du erreichst die ZDB hier. Im Suchformular hast du - ähnlich wie beim OPAC - verschiedene Suchmöglichkeiten. Wenn du die gewünschte Zeitschrift gefunden hast, kannst du auf „Titeldaten" (siehe Abbildung) klicken und weitere Informationen über die Zeitschrift einholen sowie - falls vorhanden - zum Volltext gelangen.

ZDB

Unter dem Reiter "Besitznachweise" erhälst du eine Liste der Bibliotheken, die die Zeitschrift (in elektronischer und/oder gedruckter Form) besitzen. Wird deine Bibliothek in der Liste angeführt, klickst du darauf und du erhälst Angaben zur Signatur und zur Verfügbarkeit über Fernleihe.

3.4 Recherche im Internet

Das Internet ist eine wichtige Informationsquelle, in der du eine Fülle an Informationen finden kannst. Es besteht aus einer riesigen Anzahl von Websites, die mit Hilfe von Suchmaschinen wie z.B. Google, Bing oder Yahoo schnell und leicht durchsucht werden können. In diesem Kapitel wirst du sehen, welche Internetangebote für deine Recherche hilfreich sind und wie du am effektivsten damit umgehst.

Im Internet findest du FAQs, Definitionen, Enzyklopädien, Statistiken, Ideen, Karten, Videos, E-Books und E-Journals, Bibliothekskataloge, Weblogs, Wikis und Mailinglisten. Du wirst konfrontiert mit sehr aktuellen und veralteten, richtigen und falschen Informationen zu allen möglichen Themen. Du suchst im Internet nach Musik, Filmen, Nachrichten, buchst vielleicht Reisen und schreibst E-Mails aber:

Eignet sich das Internet auch für die Suche nach wissenschaftlichen Informationen?

Zur Beantwortung dieser Frage sollte man zunächst die Unterschiede zwischen den Informationen, die du im Internet findest und den Informationen, die du in den klassischen Publikationsformen wie Monografien oder Fachzeitschriften findest, betrachten.

Internet Klassische Publikationsformen
Jeder kann im Internet veröffentlichen Nicht jeder kann dort veröffentlichen
Es gibt keine Qualitätskontrolle Es findet eine Qualitätskontrolle statt.
Es gibt keine Ordnung Es gibt eine Ordnung.

Für die klassischen Publikationsformen findet vor der Veröffentlichung ein Selektionsprozess statt, der i.d.R. auch eine Qualitätskontrolle bedeutet: Ein Verlag, ein Herausgebergremium oder eine andere Instanz entscheidet anhand inhaltlicher Kriterien, ob etwas publiziert werden darf oder nicht. Dieser Selektionsprozess entfällt bei zahlreichen der frei im Internet verfügbaren Websites: Jeder, der das technische Wissen (Programmierkenntnisse) und die Voraussetzungen (bspw. Speicherplatz) dafür besitzt, kann im Internet publizieren. Das bedeutet: Die Qualität und Verlässlichkeit der im Internet gefundenen Informationen muss deutlich kritischer hinterfragt werden.

Was musst du bei der Recherche im Internet beachten?

Du kannst im Internet durchaus viele gute und qualitativ hochwertige Informationen finden, auf die du auch noch schnell und kostenlos zugreifen kannst. Parallel dazu gibt es auch viele Informationen, die von geringer Qualität oder sogar komplett falsch sind. Behalte immer im Hinterkopf, dass du den Informationen aus dem Internet nicht blind vertrauen kannst: Hinterfrage sie kritisch (mehr zu diesem Thema findest du im Kapitel 6.3 „Bewertungskriterien für Internetquellen“). Daher sollte das Internet nie deine einzige Informationsquelle sein. In Kombination mit anderen Informationsmitteln und einem kritischen Blick spricht jedoch nichts dagegen, das Internet für deine Recherche zu nutzen.

Im Folgenden erfährst du, worauf du bei der Recherche achten solltest und wie du den besten Nutzen aus den Internetangeboten ziehst.

3.4.1 Suchmaschinen

Die Suchmaschine Google

Du beginnst deine Suche nach Informationen i.d.R. über eine Suchmaschine und höchstwahrscheinlich ist diese Google, eine allgemeine Suchmaschine. Diese findet die Dokumente im Internet mit Hilfe einer Software (Webcrawler). Die gesammelten Informationen werden als Index in einer Datenbank abgelegt. Stellst du nun eine Suchanfrage, wird nicht das Web, sondern der Index der Suchmaschine durchsucht und dessen Ergebnisse ausgegeben. Die erhaltenen Treffer werden in einer bestimmten Reihenfolge angezeigt, d.h. nach einem Ranking. Dieses wird von verschiedenen Kriterien bestimmt: z.B. das Vorkommen des Suchbegriffs an bestimmten Stellen einer Webseite oder die Anzahl und Qualität der Links dieser Seite.

Für eine Recherche mit Google spricht die Größe und die vielen Suchfunktionen, mit denen du deine Suche verbessern kannst, sowie eine große Anzahl weiterer Dienste. Bestimmt erhältst du bei der Suche mit Google eine sehr hohe Anzahl von Treffern. Du stehst dann vor der Aufgabe zu beurteilen, welche Treffer für dich relevant sind und ob die Qualität der Treffer ausreichend für eine wissenschaftliche Arbeit ist (siehe Kapitel 6.3 „Bewertungskriterien für Internetquellen“).
Die Beispielsuche in Google zum Thema "Handynutzung bei Jugendlichen" mit den Suchbegriffen handy und jugendliche ergibt ca. 1.260.000 Treffer. Diese Treffermenge kannst du unmöglich durchsehen.

Um nicht von dieser riesigen Anzahl Treffer erschlagen zu werden, solltest du Ergebnismenge weiter eingrenzen. Die Kunst ist, trotzdem noch das zu finden, was du wirklich brauchst.

Wie kannst du deine Suche mit Google verbessern?

Auch Google besitzt wie die Bibliothekskataloge eine erweiterte Suche mit der du deine Trefferanzahl einschränken kannst. Die Grafik gibt dir einen Überblick über die Funktionen der erweiterten Suche.

Google

Du kannst diese und weitere Funktionen auch mit Hilfe von Operatoren nutzen.

Nützliche Tipps:

Suchbegriffe: Es ist sinnvoll, die Anzahl der Treffer durch die Eingabe mehrerer Suchbegriffe einzuschränken. Überlege dir vorher, was du wissen willst und finde dazu aussagekräftige Suchbegriffe.

Logische Verknüpfungen: Die Suchbegriffe sind bei Google automatisch mit UND verknüpft. Anders als Bibliothekskataloge bewertet Google das erste Wort als das Wichtigste. Wenn du die Reihenfolge der Wörter umdrehst, erhältst du ein anderes Suchergebnis. Willst du Suchbegriff 1 oder Suchbegriff 2 suchen, verbinde diese durch OR.

Wörter ausschließen: Ein "-" vor dem Wort schließt das Wort von der Suche aus.

Stoppwörter: Häufig vorkommende Wörter (z.B. Artikel, Präpositionen) werden bei der Suche ignoriert. Willst du diese Stoppwörter integrieren, solltest du die Suchanfrage in Anführungszeichen, z.B. "Romeo und Julia" oder ein + genau vor das Stoppwort setzen.

Phrasensuche: Die Anführungszeichen kennzeichnen eine sog. Phrase. Es wird genau die Zeichenfolge gesucht, die sich innerhalb der Anführungszeichen befindet. Die Phrasensuche eignet sich für zusammenhängende Suchbegriffe oder die Suche nach ganzen Sätzen. Diese Methode kannst du übrigens auch bei der Recherche im OPAC oder n Datenbanken verwenden.

Platzhalter: Der Platzhalter "*" ersetzt ein ganzes Wort, nicht einen Teil oder eine Erweiterung eines Wortes.

Wortstammtechnologie: Google sucht nicht nur nach dem eingegeben Begriff, sondern auch nach ähnlichen Begriffen, z.B. einkaufen und Einkauf. Groß- und Kleinschreibung spielen dabei keine Rolle.

Google erleichtert dir deine Recherche durch zahlreiche Suchfunktionen. Wenn du mehr wissen willst, sieh dir die Websuche-Hilfe in Google bzw. die Literaturtipps in Kapitel 8 an.

Recherchedienste von Google und weitere allgemeine Suchmaschinen

Google bietet neben der Allgemeinen Suchmaschine noch weitere Recherchedienste, welche bei der Suche nach wissenschaftlicher Literatur hilfreich sein können, z.B. Google Scholar und Google Buchsuche. (siehe "spezielle Suchmaschinen"). Auch viele andere Suchmaschinen bieten verschiedene Sucheinstiege an, so gibt es oft neben der einfachen Suche noch eine erweiterte Suche, mit der du gezielter recherchieren kannst. Wenn du mit einer Suchmaschine häufiger arbeitest, solltest du dich mit der Hilfe beschäftigen. Dort findest du nützliche Tipps und Tricks.

Andere allgemeine Suchmaschinen sind z.B.:

Es gibt darüber hinaus noch weitere spezialisierte Suchmaschinen, die dir bei deiner Recherche weiterhelfen können:

Wissenschaftliche Suchmaschinen

Die spezialisierten Suchmaschinen durchsuchen nur bestimmte Bereiche im Internet, bspw. Seiten von Universitäten oder Websites, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Wissenschaftliche Suchmaschinen sind z.B.


Beispielsuche in BASE: handy jugendliche

Die Suche ergibt 6067 Treffer. Das sind weit weniger als bei Google, aber die Ergebnisse stammen aus wissenschaftlichen Internetquellen. Du kannst bei dieser wie auch den anderen spezialisierten Suchmaschinen davon ausgehen, dass die Qualität der gefundenen Ergebnisse höher ist als bei einer allgemeinen Suchmaschine, die alle Arten von Webseiten berücksichtigt.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen haben keine eigene Datenbank, die sie durchsuchen. Sie reichen die eingegebene Suchanfrage an verschiedene Suchmaschinen weiter und geben anschließend die gefundenen Treffer in einer eigenen Ergebnisliste aus. Metasuchmaschinen sind gut geeignet für sehr spezielle Suchanfragen. Du suchst in mehreren Suchmaschinen gleichzeitig und erhöhst so deine Trefferanzahl. Die Metasuchmaschine kann allerdings nur so suchen, wie es in den einzelnen Suchmaschinen möglich ist, d.h. deine Möglichkeiten zur gezielten Recherche sind eingeschränkter als bei der Suche in einer allgemeinen Suchmaschine.

Metasuchmaschinen sind z.B.:

Webkataloge / Verzeichnisse

Bei Webkatalogen werden die Linksammlungen intellektuell zusammengestellt. Im Gegensatz zu den Suchmaschinen, deren Index automatisch von einer Software aufgebaut wird, sind hier Menschen am Werk. Diese Verzeichnisse sind i.d.R. nach Kategorien geordnet und eignen sich besonders für eine Einstiegsrecherche. Wenn du noch nicht genau weißt was du suchst, in den Verzeichnissen kannst du anhand der Kategorien gut stöbern.
Verzeichnisse sind z.B.:

Suchmaschinenverzeichnisse

Du kannst auch verschiedene Verzeichnisse nutzen, um dir die passenden Suchmaschinen für deine Anfrage herauszusuchen. Einige Beispiele:

  • Suchlexikon (enthält neben Suchmaschinen auch Kataloge, Verzeichnisse und Linksammlungen)

Was erfassen die Suchmaschinen nicht?

Trotz der großen Reichweite von Google gibt es viele Webseiten, die von Suchmaschinen nicht erfasst werden. Sie gehören zum Teil des World Wide Web, das als "Deep Web" ("Invisible Web" oder "Hidden Web") bezeichnet wird. Es gibt verschiedene Gründe, warum Webseiten nicht von den Suchmaschinen indexiert werden und somit bei einer Suchanfrage für den Anwender auch nicht auffindbar sind. Teilweise sind die Suchmaschinen (noch) technisch überfordert, teilweise wurden bewusst Einstellungen vorgenommen, um eine Indexierung durch Suchmaschinen zu vermeiden.

Zum Deep Web gehören Webseiten:

  • deren Inhalt erst bei einer Suchanfrage dynamisch aus einer Datenbank erstellt wird.
  • die durch Zugangsbeschränkungen geschützt werden, z.B. Seiten im Intranet, Seiten mit Zugang nur für bestimmte IP-Adressen, sowie Seiten, bei denen der Schutz vor Indizierung vom Webmaster eingestellt wurde.
  • für die man sich identifizieren (einloggen) muss, z.B. bei Fachdatenbanken.
  • die aus technischen Gründen nicht indexiert werden können. Grafiken, Musik und Filme bspw. können nur durch dazugehörigen Text indexiert werden. Fehlt der Text, kann die Suchmaschine diese Informationen nicht erfassen.


Im Deep Web verbergen sich jedoch viele Inhalte, die für deine Recherche sehr interessant sein können. Über die UB Augsburg hast du Zugriff auf einen Teil des Deep Web, nämlich die Fachdatenbanken. Für Informationen über Zugang und Recherche lies bitte unter 3.3 „Recherche in Bibliografien“ nach.

Du siehst, es gibt im Internet mehr Informationen, als von einer Suchmaschine gefunden werden kann. Außerdem existieren außer Google noch andere Suchmaschinen und Google bietet mehr Möglichkeiten als du bisher vielleicht gedacht hast.

Tipp: Benutze für eine professionelle Recherche nicht nur eine Suchmaschine und nutze das Potential der Suchmaschinen aus, um ein optimales Suchergebnis zu erzielen. Betrachte deine Suchergebnisse immer kritisch und bedenke, dass selbst eine so große Suchmaschine wie Google nur einen kleinen Teil des Internets absucht. Nutze auch die anderen Möglichkeiten, die du hast, um Informationen aus dem Internet zu bekommen.

3.4.2 Wikipedia

In den letzten Jahren ist mit der Wikipedia ein umfangreiches, frei zugängliches Nachschlagewerk im Internet entstanden. Die Qualität und Verlässlichkeit der Inhalte in der Wikipedia wird immer wieder kontrovers diskutiert. Du solltest dir deshalb die Vor- und Nachteile der Wikipedia gegenüber den traditionellen Enzyklopädien wie dem Brockhaus und der Encyclopaedia Britannica immer wieder bewusst machen.

Vergleich Wikipedia und traditionelle Enzyklopädien

Wikipedia Brockhaus / Encyclopaedia Brtannica print Brockhaus / Encyclopaedia Britannica online
Zugänglichkeit Jederzeit von
jedem Computer
aus erreichbar,
kostenlos
Gedruckt in der Bibliothek
vorhanden, Zugriff
nicht gleichzeitig und nur
während der Öffnungszeiten
der Bibliothek
Gebührenpflichtig, bzw.
nur teilweise kostenlos
(kostenloser Zugang wird
von der Bibliothek angeboten)
Autoren Jeder kann mitschreiben,
Qualität
wird bedingt
geprüft
Von Fachleuten geschrieben,
geprüfte Qualität
Von Fachleuten geschrieben,
geprüfte Qualität
Aktualität Sehr aktuell Nicht topaktuell, Veröffentlichungsprozess
dauert
lange
Sehr aktuell
Platz Es sind längere
Artikel möglich,
Speicherplatz ist
nicht begrenzt
Platz für Artikel ist begrenzt Es sind längere Artikel
möglich, Speicherplatz ist
nicht begrenzt

Die Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem jeder mitarbeiten kann. Die Qualität der einzelnen Artikel hängt stark von den jeweiligen Autoren ab, die aber häufig nicht namentlich bekannt sind. Die Mitarbeit und wechselseitige Korrektur kompetenter Autoren kann zu einem guten Artikel führen. Die Qualität ist aber nicht generell gesichert.

Auch bei als gut bewerteten Beiträgen ist ein kritischer Blick unerlässlich. Die Artikel traditioneller Enzyklopädien dagegen werden von ausgewiesenen Spezialisten verfasst, wodurch die Qualität als gesichert gelten kann. Unter Umständen ist ein Wikipedia-Eintrag jedoch ein guter Einstieg in die Recherche, da oft weiterführende Links sowie Literaturhinweise angeboten werden.

Da die Autoren in der Regel nicht namentlich bekannt sind und die Artikel sich jederzeit verändern können, sind Wikipedia-Artikel außerdem nicht zitierfähig!

3.4.3 Weitere Informationsmittel im Internet

Biografische Datenbanken

Wenn du auf der Suche nach Informationen über Personen bist, sind biografische Datenbanken hilfreich. Biografische Datenbanken findest du in DBIS unter dem Fachgebiet „Allgemein/Fachübergreifend“ in der Rubrik „Biografische Datenbank“. Diese Datenbanken unterscheiden sich durch ihre Auswahlkriterien, z.B. Zeitraum, Personenkreis oder Region. Hier zwei Beispiele:

Munzinger Archiv: Das Archiv enthält mehrere Nachschlagewerke, u.a. das Internationale Biographische Archiv, welches über 26.000 Biografien von Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur verzeichnet.

World Biographical Information System Online (WBIS Online): WBIS Online stellt biografische Kurzinformationen zu mehr als 5 Millionen Personen vom 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart zur Verfügung. Es umfasst eine Vielzahl einzelner Nachschlagewerke.

Fachportale

Fachportale sind einen guter Einstieg für die Recherche nach wissenschaftlicher Information. Für einzelne Fachgebiete gibt es bereits Virtuelle Fachbibliotheken. Dort kannst du nach gedruckten und elektronischen Quellen deines Faches recherchieren. Außerdem erhältst du dort häufig auch zusätzliche Informationen wie News, Tagungshinweise u.ä. Den Zugang zu den Virtuellen Fachbibliotheken bekommst du über das Portal Vascoda unter "Fachzugänge".

Die virtuellen Fachbibliotheken werden meist durch Sondersammelgebietsbibliotheken verwaltet, d.h. durch Bibliotheken, die schwerpunktmäßig ein Fachgebiet möglichst umfassend betreuen. Informationen und Zugang zu diesen Bibliotheken bekommst du über Webis .

Links zu Fachportalen findest du auch auf der Homepage der UB Augsburg unter „Informationen zu einzelnen Fächern“ . Dort haben die Fachreferenten neben allgemeinen Informationen zu den Fächern auch empfehlenswerte Internetquellen zusammengestellt.

Eine Auswahl kommunikationswissenschaftlicher und medienpädagogischer Portale:

Foren

Foren dienen dem Austausch und der Archivierung von Ideen, Gedanken, Meinungen und Erfahrungen. Sie widmen sich häufig bestimmten Inhalten und sind normalerweise in verschiedene Themenbereiche untergliedert. Die Teilnehmer hinterlassen Diskussionsbeiträge, die von anderen Teilnehmern kommentiert und beantwortet werden können. Es gibt verschiedene Arten von Internetforen, die sich hinsichtlich der technischen Realisierung und der Art der Kommunikation unterscheiden:

  • Webforen: Internetforen erreichst du über eine Website. Sie erfordern meist eine Registrierung.
  • Mailinglisten: Der Informationsaustausch erfolgt in Form von E-Mails. Viele Listen bieten ein Archiv an, in dem man auch ältere Diskussionsstränge verfolgen kann. Um aktiv teilzunehmen, musst du dich mit deiner eigenen E-Mail-Adresse anmelden.
  • Newsgroups: Das sind Diskussionsforen im Usenet, die nach Themen und Regionen geordnet sind. Du musst dich bei einem Newsserver registrieren, um die Newsgroups zu empfangen.

Mailinglisten und Newsgroups suchen:

RSS-Feeds

RSS steht für „really simple syndication“, d.h. für eine „wirklich einfache Verbreitung“ von Inhalten. Mit Hilfe von RSS kannst du aktualisierte Inhalte einer Website (z.B. News, Blogeinträge) abonnieren. Die Bereitstellung der Daten bezeichnet man auch als RSS-Feed. RSS-Feeds ersparen dir Zeit, da du nicht mehr alle Websites einzeln aufrufen und selbst nach neuen Informationen suchen musst. Du abonnierst die RSS-Feeds, die dich interessieren und lässt dir diese Infos, z.B. Nachrichten, neue Einträge in einem Weblog oder Neuerwerbungen aus einem Katalog, einfach zuschicken.

Um die Daten zu lesen, benötigst du einen Feedreader. Darunter versteht man Programme, die RSS-Feeds einlesen und anzeigen. Teilweise sind sie direkt in deinen Browser integriert, aber es gibt aber auch externe oder Online-Feedreader. Die Online-Angebote haben den Vorteil, dass du von überall aus darauf zugreifen kannst.

Online-Feedreader:

Social Bookmarks und Linksammlungen

Linksammlungen werden von einzelnen oder verschiedenen Personen bzw. Institutionen zusammengestellt. Sie sind hinsichtlich des Umfangs ganz unterschiedlich. Beachte dabei, dass die Auswahl immer subjektiv und nie vollständig ist. Auch können sich inaktive (veraltete) Links in den Sammlungen befinden. Eine moderne Form der Linksammlung sind Social Bookmarks, d.h. Lesezeichen, welche der Sammelnde mit anderen teilt. Die Bookmarks werden von verschiedenen Anbietern auf ihren Plattformen gespeichert. Dort kann man eigene Links sammeln oder in den Zusammenstellungen anderer Nutzer suchen. Die Bookmarks können kommentiert werden und werden mit Hilfe von Begriffen (tags) inhaltlich beschrieben. Du suchst in diesen Sammlungen mit tags nach Links für die diese Begriffe verwendet wurden. Die Links, ihre Kommentierung und die Inhalte der Websites werden anders als bei Suchmaschinen nicht indiziert.

Dein Vorteil ist, dass du auf deine Lesezeichen in diesen Bookmarking-Diensten rechnerunabhängig von überall aus zugreifen kannst. Zudem werden die Links kollektiv und öffentlich gesammelt. Du findest durch das Stöbern in den Lesezeichen anderer Nutzer oft interessante Seiten zu einem Thema, auf die du sonst nicht gestoßen wärst.

Einige bekannte Bookmarkdienste:

Weblogs

Ein Weblog oder kurz Blog ist ein öffentlich im Internet geführtes Tagesbuch; es kann von einer Person oder einer Gruppe betrieben werden. In Weblogs werden häufig eigene Meinungen, aber auch Berichte und Verweise auf weitere Quellen festgehalten. Weblogs können daher für die Recherche ein interessantes Informationsmittel sein, da sie sich mit verschiedenen Aspekten eines Themas auseinander setzen und weiterführende Informationen bieten. Blogs sind meist sehr aktuell und einfach zu bedienen, man muss aber berücksichtigen, dass sie fast immer sehr subjektiv sind.

Es gibt Suchmaschinen, mit denen man Weblogs suchen kann:

Websites

Websites, z.B. von Privatpersonen, Organisationen, Firmen, Verbänden oder Vereinen, können für dich wichtige Informationen zu deinem Thema enthalten. Du findest Websites durch Suchmaschinen, Linksammlungen und Bookmarkdienste oder auch durch persönliche Empfehlungen.

Wikis

Wikis ermöglichen es vielen Autoren, gemeinsam an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Sie werden meist für Erfahrungsaustausch und Wissenssammlung benutzt. Unter Wiki versteht man eine Sammlung von Webseiten, die mit Hilfe einer Wiki-Software verwaltet werden. Die Handhabung ist einfach gestaltet, damit jeder leicht mitarbeiten kann. Die Nutzung findet meist durch einen kleinen, eingeschränkten Kreis statt, z.B. in einer Firma oder bei einem Projekt in der Uni.

Einige Beispiele:

Stärken der Informationsmittel im Internet

Die Stärken der einzelnen Informationsmittel haben wir dir in einer Überblickstabelle noch einmal zusammengestellt. Sie kann dir bei der Entscheidung helfen, wann du welches Informationsmittel am besten für deine Recherche verwendest.

Informationsmittel

(Zum Vergrößern der Tabelle bitte auf die Vorschau klicken)

4. Literaturbeschaffung

   

In den letzten Kapiteln hast du gelernt, wie du geeignete Literatur finden kannst. Im Folgenden geht es nun darum, wie du sie dir beschaffen kannst.

Bücher

 

Dauer des Kapitels: ca. 20 min

4.1 Literaturbeschaffung über OPAC

Dein Einstieg in die Literaturbeschaffung sollte immer der Katalog der Universitätsbibliothek Augsburg (OPAC) sein. Den OPAC hast du schon für die Literaturrecherche benutzt, jetzt verwendest du ihn zusätzlich, um zu überprüfen, ob die Universitätsbibliothek (UB) Augsburg einen bestimmten Titel hat. Solltest du bereits ein Buch über die thematische Suche (siehe Kapitel 3.2 „Recherche in Bibliothekskatalogen“) gefunden haben, kannst du gleich zu Kapitel 4.2.2 springen und dort weiterlesen. Hast du von einem Buch aus einer anderen Quelle erfahren, z.B. Literaturverzeichnis eines anderen Werkes, Zitat in einem Artikel, musst du überprüfen, ob das Buch in Augsburg vorhanden ist.

Formale Suche im OPAC

Dafür eignet sich die formale Suche mit den Suchfeldern: Autor/Hrsg., Titel(wörter), Titelanfang und ISBN/ISSN. Bei der Recherche hast du dir die Literaturangaben zu einer Publikation notiert. Von diesen Angaben sind Autor und Titel die wichtigsten, um die Veröffentlichung im OPAC zu finden.
Am einfachsten ist die Suche mit dem Titel. Im OPAC gibt es dazu zwei Möglichkeiten. Bei der Suche nach Titelwörtern gibst du einige aussagekräftige Wörter aus dem Titel ein. Stoppwörter wie: und, oder, der, ein, für usw. werden weggelassen.

Bei der Suche im Feld Titelanfang gibst du den genauen Anfang des Titels inkl. der Stoppwörter ein. Es müssen jedoch auch aussagekräftige Wörter vorhanden sein. Die Eingabe muss exakt dem Titelanfang entsprechen, da das Werk sonst nicht gefunden wird. Bei sehr kurzen Titeln kannst du auch den ganzen Titel angeben und einen Punkt ans Ende setzen. Das bedeutet, dass der Titel hier zu Ende ist, es wird danach nichts weiter gesucht.

Sowohl die Suche nach Titelwörtern als auch die nach dem Titelanfang führen ans Ziel, wobei die Titelanfangssuche meist genauer, aber auch problemanfälliger ist. Du kannst den Titel zusätzlich auch mit dem Autor verknüpfen. Das empfiehlt sich, wenn du z.B. bei der Titelsuche zu viele Treffer bekommen hast.

Nur den Autor verwendest du, wenn du mehrere Werke von ihm oder ihr suchst oder überprüfen möchtest, ob deine gesuchte Publikation in einer Gesamtausgabe enthalten ist. Bei Gesamtausgaben werden nämlich oft keine einzelnen Titel verzeichnet. In den meisten Fällen ist es ausreichend, wenn du den Nachnamen verwendest. Bei sehr häufig vorkommenden Namen solltest du den Vornamen oder einen weiteren Suchbegriff hinzufügen. In diesem OPAC ist es egal, ob du nur den Nachnamen oder den vollständigen Namen angibst und wenn, in welcher Reihenfolge. Andere Kataloge verlangen die Form: Nachname, Vorname (Diese Information erhältst du immer in den Hilfetexten).

Die Suche nach der ISBN ist sehr zuverlässig. Sie hat allerdings den Nachteil, dass nur diese eine bestimmte Ausgabe gefunden wird. Andere Ausgaben, z.B. die Taschenbuchausgabe, besitzen eine andere ISBN. Sie werden mit dieser Suchmethode nicht gefunden.

Sonderfall Aufsätze und Zeitschriften

Der OPAC verzeichnet keine einzelnen Aufsätze, daher kannst du für die Recherche weder den Autor noch den Titel des Aufsatzes verwenden. Du musst deshalb nach dem Titel der Zeitschrift suchen (nicht nach dem Titel des Aufsatzes!). Gib den Zeitschriftentitel in das Titelsuchfeld ein. Wenn du hier zu viele Treffer bekommst, kannst du die Suche einschränken, indem du bei „Besondere Medientypen“ die Zeitschriften auswählst.

OPAC

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Falls du dir die ISSN der Zeitschrift notiert hast, kannst du auch diese verwenden. Aber hier gibt es wieder ein ähnliches Problem wie bei den Monographien. Die Druck- und die elektronische Version einer Zeitschrift können nämlich verschiedene ISSN haben.

Wenn du die Zeitschrift gefunden hast, musst du in einem nächsten Schritt überprüfen, ob es den benötigten Jahrgang gibt. Das siehst du unter dem Reiter „mehr zum Titel“ bei „Hier vorhanden“ oder indem du auf „Einzelbände“ klickst.

Grundlegende Informationen zur Literaturbeschaffung findest du in Teil 1 des E-Tutorials zum OPAC.

4.2. Publikation ist in Augsburg vorhanden

Deine Suche im OPAC hat dir einen Treffer gebracht, d.h. dein benötigter Titel ist hier in der UB vorhanden. Er kann entweder als gedrucktes Werk irgendwo in der Bibliothek stehen oder als elektronisches Dokument vorliegen.

4.2.1 Beschaffung in der Bibliothek

In den meisten Fällen liegt die Publikation gedruckt oder in physischer Form (z.B. CD-, DVD-ROM) in der Bibliothek vor. Jedes Medium, welches die Bibliothek besitzt, hat eine individuelle Signatur erhalten, anhand derer du jedes Werk genau identifizieren kannst.

Signatur

Jeder Buchstabe und jede Zahl in der Signatur hat eine Bedeutung (genauere Informationen). Du solltest dir daher diese Ziffern-Buchstabenkombination auf jeden Fall notieren. Wichtig ist für dich zunächst nur die Zahl vor dem Schrägstrich, das sog. Lokalkennzeichen. Daran kannst du erkennen, wo die Publikation steht bzw. ob du sie ausleihen kannst. Die Bibliothek stellt dir dafür eine Liste aller Lokalkennzeichen zur Verfügung, auf der du diese Informationen nachlesen kannst.

Wenn du eine Publikation aus der UB Augsburg benötigst, solltest du grundsätzlich zwischen Magazinbestand und Freihandbestand unterscheiden.

Magazinbestand

Diese Medien stehen in einem abgetrennten Teil der Bibliothek. Dort hat nur das Personal Zugang. Dein Vorteil: du kannst sie über den OPAC bestellen und für längere Zeit ausleihen. Im OPAC findest du bei der Exemplaranzeige rechts unten den Link „bestellbar“.

Infoguide

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Ausleihen: Wenn du auf diesen Link klickst, wirst du als nächstes darum gebeten, dich mit deiner Bibliotheksnummer und deinem Passwort anzumelden. Als Student hast du automatisch einen Bibliotheksausweis: Auf deinem Studentenausweis findest du den Vermerk „Bibliotheks-Nr.“ und eine lange Zahl. Dein Passwort besteht aus Tag und Monat deines Geburtsdatums, z.B. für den 17. August sind dies die Ziffern 1708. Das bestellte Werk wird dann für dich geholt (dauert i.d.R. einen Tag) und sieben Tage lang an der Ausleihtheke in der Zentralbibliothek für dich bereitgestellt. Du kannst ein Buch dann für vier Wochen ausleihen.

Vormerken: Ist das Buch bereits von einem anderen Benutzer ausgeliehen, findest du einen entsprechenden Vermerk „entliehen bis…“ an dieser Stelle. Du hast in diesem Fall die Möglichkeit, das Buch vorzumerken, indem du auf das Rückgabedatum klickst. Sobald das Medium zurückgekommen ist, bekommst du eine E-Mail-Benachrichtigung und kannst es dir an der Ausleihtheke in der Zentralbibliothek abholen. Mehr Informationen zur Ausleihe erhältst du auf der Homepage unter „Magazinbestände“ .

Freihandbestand

Ein großer Teil des Bibliotheksbestandes ist frei zugänglich in der Zentralbibliothek und den drei Teilbibliotheken aufgestellt. Du kannst also die Bücher direkt aus dem Regal nehmen. Im Regal sind die Bücher systematisch nach dem Fachgebiet aufgestellt (vgl. Kapitel 3.1 „Einstieg in die Recherche“), so dass man sich schnell zurechtfindet. Hast du eine Publikation im Freihandbestand entdeckt, kannst du unter dem Standort auf Wegweiser klicken. Es öffnet sich der Lageplan und gibt dir einen groben Überblick, wo sich das Regal befindet, in dem dein Buch steht. Du kannst den Lageplan auch unabhängig vom Katalog über die Homepage (rechte Navigation) aufrufen.

Präsenzbestand:  Größtenteils sind diese Werke Präsenzbestand, also nicht ausleihbar. Man kann nur in den Räumen der Bibliothek damit arbeiten. Dafür gibt es überall Arbeitsplätze (Mehr dazu im Exkurs „Arbeiten in der Bibliothek“).Nach der Benutzung musst du die Publikationen wieder an ihren Platz zurückstellen. Ausleihen kannst du maximal fünf Stück über Nacht (20.00 – 10.00 Uhr) oder übers Wochenende (Fr. 15.00 – Mo 10.00 Uhr). Das gilt für die meisten Lokalkennzeichen.

Lehrbuchsammlungen: Eine kleine Ausnahme besteht für die Lehrbuchsammlungen, in denen die wichtigste Grundlagenliteratur zu jedem Fachgebiet zusammengefasst werden. Diese Werke stehen im Freihandbestand, sind aber wie der Magazinbestand ausleihbar. Diese Sammlungen haben die Lokalkennzeichen 16 (Schulbuchsammlung), 17, 170, 171 und 175.

Sonderfall: ausgeliehene Präsenzbücher

Es kommt vor, dass Publikationen aus dem Präsenzbestand ausgeliehen sind. Diese stehen häufig bei Professoren oder anderen Mitarbeitern im Büro oder in Semesterapparaten. Bei Werken im Semesterapparat siehst du im OPAC bei der Standortangabe den Vermerk „Sonderkonto SE Name“. Du kannst gleich an das entsprechende Regal gehen und sie dir holen. Wenn du nicht weißt, wo der Semesterapparat ist, kannst du an der Information nachfragen oder auf der Homepage nachschlagen.

Wenn du im OPAC nicht erkennen kannst, wo die benötigte Publikation steht, wende dich an die Information. Die Mitarbeiter nennen dir den Namen und die Zimmernummer des Entleihers. Du kannst zu ihm oder ihr ins Büro gehen (möglichst mit Voranmeldung und/oder Terminvereinbarung) und die Publikation dort einsehen und kopieren. Die Dozenten und Mitarbeiter sind verpflichtet, dir das Werk zur Verfügung zu stellen.

Ausleihe

Wenn du die benötigten (entleihbaren) Publikationen des Freihandbestandes gefunden hast, gehst du zu einer der Ausleihtheken, um sie auszuleihen. Auch für die Bücher, die du aus dem Magazin bestellt hast, gilt: Nach Vorlage deines Studentenausweises werden die Medien im Computersystem der Bibliothek auf deinen Namen verbucht. Du erhältst einen Zettel, auf dem der Titel jedes Werkes und die Leihfrist vermerkt sind. Die Leihfrist nennt dir den Tag, an dem du die Publikationen spätestens zurückgeben musst. Wird sie überschritten, fallen für dich Mahngebühren an. Das passiert automatisch und ohne dass das Bibliothekspersonal etwas daran ändern kann. Die meisten Medien sind für vier Wochen ausleihbar, gebundene Zeitschriften aus dem Magazin haben aber nur zwei Wochen Leihfrist.

Benutzerkonto

Um den Überblick über alle ausgeliehenen oder bestellten Medien zu behalten, nutze am besten dein Benutzerkonto (OPAC-Tutorial, Teil 4) , welches du im OPAC oben links mit Klick auf den Reiter „Konto“ aufrufst.

Du erhältst eine Übersicht über alle ausgeliehenen Medien mit Rückgabedatum und kannst sie im Konto bei Bedarf selbst zweimal verlängern, es sei denn jemand anderes hat die Publikation vorbestellt. In diesem Fall ist keine Verlängerung möglich. Im Konto kannst du auch den Status aller bestellten oder vorgemerkten, aber noch nicht abgeholten Medien (Magazinbücher und Fernleihe) verfolgen. Bestellte Magazinbücher stehen i.d.R. am nächsten Tag zur Ausleihe bereit, und ob eine Fernleihe oder Vormerkung angekommen ist, erkennst du am Status. Er steht dann nicht mehr auf „bestellt“ sondern auf „abholbar“.

Email-Benachrichtigungen: Hast du deine E-Mail-Adresse angegeben, wird dir bei Fernleihen und Vormerkungen eine Benachrichtigung zugeschickt, sobald deine Publikation angekommen ist. Hat die Bibliothek deine E-Mail-Adresse noch nicht, ist es dir möglich, diese im Konto unter „Benutzerdaten“ selbst nachzutragen.

Fernleihekonto: Wenn du über Fernleihe Kopien bestellst, kannst du eine Liste aller bestellten Kopien über einen eigenen Reiter (FL-Konto) aufrufen. Wundere dich nicht, wenn die Liste ziemlich lang ist, da in ihr alle je bestellten Kopien aufgeführt werden.

4.2.2 Elektronischer Volltext

Bei einigen Treffern gibt es in der Detailanzeige „mehr zum Titel“ einen Vermerk „Volltext“ und einen Link, d.h. dass die Bibliothek einen direkten Zugriff auf den elektronischen Volltext hat. V.a. Zeitschriften gibt es oft sowohl gedruckt als auch elektronisch. Du findest aber auch Dissertationen oder sogar Monographien als E-Books. Diese Texte sind meist lizenziert, d.h. nur für Mitglieder der UB Augsburg zugänglich. Du erhältst einen Zugriff auf den Volltext nur dann, wenn du an einem der Uni-PCs sitzt oder dich mit dem VPN-Client ins Campusnetz einwählst.

Zugriff auf elektronische Volltexte

Bei elektronischen Zeitschriften wirst du vom OPAC weitergeleitet. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Empfehlenswert ist es, erst auf die Seite der EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek) zu klicken (der Link enthält „bibliothek.uni-regensburg.de“ und sollte auf „bibid=UBA“ enden), von wo aus du auf die Homepage der Zeitschrift zugreifen kannst. Daneben findest du häufig auch einen Link direkt auf die Website des Verlags oder die Website der Zeitschrift. Auf der Homepage der Zeitschrift kannst du in den verschiedenen Heften blättern und dir den gewünschten Titel ansehen, speichern oder ausdrucken.

Das waren jetzt die wichtigsten Informationen. Um wirklich zu verstehen, wie der Bereich „Elektronische Volltexte im OPAC“ funktioniert, solltest du dir die weiterführenden Informationen zu elektronischen Volltexten durchlesen.

4.3 Publikation ist in Augsburg nicht vorhanden (Fernleihe)

Wenn deine Suche im OPAC keinen Treffer ergeben hat, solltest du die Rechtschreibung überprüfen oder einen anderen Suchweg ausprobieren. Vielleicht hast du auch zu wenig oder zu viele Begriffe eingegeben. Ist deine Recherche danach immer noch ergebnislos, kannst du im Gateway Bayern weitersuchen (siehe dazu: Kapitel 3.2.8 „Weitere Kataloge“) und eine Fernleihe in Auftrag geben.

Fernleiheauftrag

Das Buch wird dann für dich in einer anderen Bibliothek bestellt und zur UB Augsburg geliefert, wo du es abholen und ausleihen kannst. Für alle Benutzer der UB ist dieser Service kostenlos, allerdings musst du mit einer ein- bis zweiwöchigen Wartezeit rechnen.

Nach deiner Recherche musst du erst die Detailanzeige deines benötigten Treffers öffnen. Dort wird dir der Button „SFX (Services, Fernleihe und weitere eXtras)“ angezeigt. Über ihn kannst du nun eine Bestellung auslösen. Du kannst dich einfach durchklicken und den Anweisungen folgen. Eine genaue Anleitung findest du im hier oder im  PlayVideo  SFX-E-Tutorial.


  

Gateway

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Fernleihekonto

Sobald du eine Bestellung abgeschickt hast, erscheint sie in deinem Benutzerkonto des OPACs der UB unter „Bestellungen“. Hier siehst du auch, ob das Medium schon eingetroffen ist. Der Status ändert sich von „bestellt“ auf „abholbar“. Du erhältst außerdem eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn du eine Adresse im OPAC der UB angegeben hast.

Kopien per Fernleihe

Der Fernleihservice gilt auch für Aufsätze. Du bekommst eine Kopie zugeschickt, für die du allerdings einen kleinen Betrag zahlen musst (je nach Seitenzahl, mindestens aber 1,50€), da dir der Aufwand für das Kopienanfertigen und das Papier in Rechnung gestellt wird.

In den meisten Fällen findest du im Gateway Bayern, was du suchst. Sollte deine gewünschte Publikation in Bayern nicht vorhanden sein, kannst du dennoch eine Fernleihe in Auftrag geben.

 

Das war es zum Thema Literaturbeschaffung. In den meisten Fällen dürftest du damit keine Probleme haben. Ein Großteil der Literatur ist in Deutschland vorhanden und kann für dich besorgt werden. Die Bibliothek ist dabei oft nicht nur der schnellste Weg, sondern auch der kostengünstigste.

Übrigens: in Augsburg gibt es auch noch andere Bibliotheken. Ein Blick in deren OPAC kann sich durchaus lohnen. Falls du später Probleme hast, kannst du auch auf den Seiten der UB Augsburg unter „Die Bibliothek nutzen“ nachschlagen.

5. Literatur bewerten

  
Während der Recherche hast du sicher einiges an Literatur gefunden. Du musst dir jetzt überlegen, was davon für dein Thema geeignet ist und ob die Qualität der Publikation ausreicht, um in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet zu werden. In diesem Kapitel findest du ein paar Kriterien für die Bewertung der Werke.Thumb downThumb up

 

Dauer des Kapitels: ca. 5-10 min

Warum die Qualitätsbewertung im wissenschaftlichen Arbeiten so wichtig ist, sagt dir Frau Prof. Eilders (Professur für Kommunikationswissenschaft) in einem kurzen Video (Dauer: 1:15 min.):

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"Tipps Prof. Eilders" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

5.1 Bewertung bei der Recherche in OPAC

Die erste Entscheidung, welche Literatur evtl. in Frage kommt, triffst du bereits bei der Recherche im OPAC oder in Datenbanken. Dort findest du formale Angaben wie Autor, Titel oder Verlag, die dir bei der Entscheidung helfen können. Häufig sind auch das Inhaltsverzeichnis oder ein Abstract gespeichert, die dir ebenfalls weiterhelfen. Stell dir folgende Fragen bei der Begutachtung deiner Treffer:

Autor

  • Kenne ich den Herausgeber/ Autor? Habe ich schon Werke von ihm/ ihr gelesen?
  • Hat mein Dozent den Autor schon einmal erwähnt?
  • Wird der Autor in anderen (guten) Werken zitiert?
  • Hat der Autor eine wissenschaftliche Ausbildung/ akademischen Titel?
  • Arbeitet der Autor in einer wissenschaftlichen Institution?

Quelle/ Verlag

  • Ist der Aufsatz in einer Fachzeitschrift/ wissenschaftlichen Publikation erschienen?
  • Ist der Verlag bekannt für wissenschaftliche Publikationen?
  • Welchen Ruf und welche Qualifikation hat der Verlag?

Aktualität

  • Wann ist die Publikation erschienen? Ist sie noch aktuell?
  • Gibt es eine neuere Auflage?
  • Ist es sinnvoll, eine ältere Auflage zu verwenden?
  • Handelt es sich um einen Klassiker?

Inhaltsverzeichnis/ Abstract

  • Wie sieht das Inhaltsverzeichnis aus? Ist es logisch aufgebaut?
  • Werden Schlüsselwörter zum Thema genannt?

Schlagwörter

  • Sind die für mein Thema relevanten Schlagwörter genannt?

Signatur (bei der OPAC-Suche)

  • Welche Signatur hat das Werk?
  • Fällt die Systematikstelle in mein oder ein verwandtes Fachgebiet?

5.2. Bewertung bei der Suche am Regal

Der nächste Schritt ist, dass du in der Bibliothek oder einer Buchhandlung ans Regal gehst und dir das Werk genauer anschaust. Jetzt solltest du dein Augenmerk richten auf:

Aktualität

  • Berücksichtigt der Autor den aktuellen Forschungsstand?

Inhalt

  • Welche Intention verfolgt der Autor mit diesem Werk? (Einleitung lesen)
  • Wird eine Zielgruppe benannt?
  • Wie umfangreich und aktuell ist die Literaturliste?
  • Werden in der Literaturliste die einschlägigen Autoren zum Thema genannt?
  • Welche Sprache wird verwendet?
  • Wie genau sind die Angaben?
  • Wie objektiv ist die Darstellung?

Lies dafür den Klappentext und das Inhaltsverzeichnis. Schau dir das Vorwort an und blättere ein bisschen. So erfährst du, ob und welche Kapitel für dich in Frage kommen, in welchem Stil der Autor schreibt und ob es Grafiken, Schaubilder, Tabellen usw. gibt.

5.3 Bewertungskriterien für Internetquellen

Das Internet ist ein Sonderfall, weil hier jeder nach Belieben veröffentlichen kann. Deshalb solltest du besonders vorsichtig sein. Viele der oben genannten Kriterien gelten auch für Internetdokumente, es kommen jedoch noch weitere wichtige Bewertungskriterien dazu.

Autor

  • Ist der Autor des Textes angegeben? Gibt es ein Pseudonym, das jedoch eindeutig einem Autor zugewiesen werden kann?

URL/ Adresse der Seite

  • Von wem wurde die Internetseite veröffentlicht? Handelt es sich um die offizielle Publikation einer Organisation? Sind Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer) angegeben?
  • Lässt der Servername auf den Namen einer Behörde, Firma oder öffentlichen Institution schließen? (Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit der Informationen)

Veröffentlichungszweck

  • Mit welchem Hintergrund wurde die Information veröffentlicht?
  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

Äußere Aufmachung

  • Ist die Aufmachung der Seite seriös (Farbe, Layout, Gestaltung)?
  • Welche Sprache wird verwendet?
  • Ist auf der Seite Werbung zu finden? Welche? Ist sie deutlich vom Text getrennt?

Aktualität und Kontinuität

  • Wann wurde die Seite zuletzt inhaltlich überarbeitet?
  • Welchen Stand haben die Informationen?
  • Ist die Internetseite längerfristig verfügbar?

Schreibstil

  • Ist das Dokument sachlich, neutral und objektiv geschrieben?
  • Werden sprachliche Mittel benutzt, um den Leser zu beeinflussen?
  • st die Seite sprachlich korrekt?

Inhalt/ sachliche Richtigkeit

  • Lassen sich die Aussagen überprüfen?
  • Ist die Information plausibel oder stimmt sie mit Informationen aus anderen Quellen überein?
  • Auf welche Quellen wird verwiesen, welche werden zitiert?
  • Wohin führen die Links?

Referenzen

  • Gibt es andere Dokumente, die sich auf das gefundene Dokument beziehen?
  • Von welchen Seiten wird auf die gefundene verlinkt?
  • Verweist das Dokument auf andere Quellen?
  • Funktionieren die Links und sind sie aktuell?
  • Gibt es Kommentare von anderen Nutzer (bezügl. Qualität, Zuverlässigkeit,…)?


Anhand dieser Kriterien kannst du deine Leseliste hoffentlich etwas einschränken. Leider weißt du erst, wenn du das Werk wirklich gelesen hast, ob du es für deine Arbeit verwenden kannst.

Und noch ein Tipp: Bei ausführlichen wissenschaftlichen Publikationen solltest du dir genau überlegen, ob du wirklich das ganze Werk lesen musst. Oft wird es ausreichen, wenn du dir die wirklich geeigneten Kapitel raussuchst.

6. Literaturverwaltung

Im Laufe deiner Recherche hast du sicher einiges an Literatur zu deinem Thema gefunden. Vieles davon wird für deine Arbeit wichtig sein, einiges wirst du auch wieder aussortieren. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist es wichtig, dass du dir von Anfang an alle Literaturangaben möglichst genau und vollständig notierst. Später in deinen Zitaten und im Literaturverzeichnis deiner Arbeit sollten schließlich alle Angaben richtig und komplett sein. Vollständige und korrekte Angaben sind eine wichtige Bedingung bei wissenschaftlichen Arbeiten. Welche Elemente zu einer vollständigen Literaturangabe notwendig sind, erfährst du im Modul wissenschaftliches Schreiben. Wie du deine Literatur verwaltest, ist letztlich deine Sache. Die beiden wichtigsten Methoden stellen wir dir auf den folgenden Seiten vor.

Dauer des Kapitels: ca. 5 min

Welche Tipps und Kniffe fürs wissenschaftliche Arbeiten Frau Prof. Reinmann auf Lager hat, kannst du dir in diesem Video anschauen. Im zweiten Teil geht sie darauf ein, warum die strukturierte Verwaltung der gefundenen Literatur so wichtig ist (Dauer: 1:50 min.)

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"Tipps Prof. Reinmann" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

6.1 Word-Datei oder Tabelle

Bei einer überschaubaren Menge an Literaturangaben (bis etwa 30) reicht es aus, sie einfach in einer Word- oder Exceldatei zu notieren. Word hat den Vorteil, dass du während der Recherche gleichzeitig schon die Bibliografie für deine Arbeit schreibst. Wenn du eine Tabelle anlegst, kannst du zusätzliche Spalten für den Standort oder den aktuellen Status ("gelesen", "wichtig", "bestellen" etc.) anlegen und so leicht den Überblick über den Stand deiner Literaturrecherche und -beschaffung behalten.

6.2 Programme zur Literaturverwaltung

Wenn du mit einer größeren Menge von Literaturangaben arbeitest, lohnt sich die Verwendung eines Literaturverwaltungsprogramms. In diesem Programm werden deine Literaturangaben in einer Datenbank gespeichert und dort verwaltet. Sie können außerdem mit zusätzlichen Angaben (Schlagwörter, Kommentaren, Standorten etc.) angereichert und nach verschiedenen Kriterien neu sortiert und gruppiert werden.

Literaturverwaltungsprogramme bieten auch noch weitere Vorteile:

  • Du kannst die Literaturangaben häufig direkt aus den Katalogen und Datenbanken, in denen du gesucht hast, in dein Literaturverwaltungsprogramm importieren.
  • Mit der Zitatfunktion kannst du die Literaturangaben für Zitate oder eine Bibliografie komfortabel in dein Manuskript einfügen – ohne zusätzliche Tipparbeit.

Ein solches Programm kann eine gute Arbeitshilfe sein. Ob es für dich in Frage kommt, musst du selbst entscheiden. Umfangreiche Informationen findest du auf der Homepage der UB unter „Literaturverwaltung“

6.3 Literaturangaben übernehmen

Egal, für welche Methode du dich entscheidest, erstmal musst du deine Literaturangaben in dein System übernehmen.

Merkliste

In aller Regel gibt es in Datenbanken und Katalogen die Möglichkeit, Literaturangaben in einer Merkliste zwischenzuspeichern. Du kannst dir also während der Recherche eine Literaturliste zusammenstellen. Für die Merkliste gibt es verschiedenen Namen, sie heißt z.B. auch Download oder Warenkorb. Dahinter verstecken sich aber immer dieselben Funktionen. Diese Liste kannst du später ausdrucken, speichern, oder dir selbst als E-Mail schicken und die Inhalte dann in deine Datei übernehmen. Achte darauf, welches Ausgabeformat du wählst; wenn du mit einer Word- oder Excel-Datei arbeitest, sollte es ein Textformat sein, damit du die Daten in einer übersichtlichen Form bekommst und gut weiterverarbeiten kannst.

Per Hand

Abschreiben oder Copy & Paste geht natürlich auch, es dauert nur etwas länger. Außerdem ist beim manuellen Abschreiben die Fehlerquote höher.

Importieren der Merkliste ins Literaturverwaltungsprogramm

Wenn du mit einem Literaturverwaltungsprogramm arbeitest, hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst die Literaturangaben in deiner Merkliste in einem bestimmten Format (z.B. Endnote, RIS oder BibTex) als Datei abspeichern, die dann von deinem Literaturverwaltungsprogramm direkt importiert wird. Du kannst aber auch aus dem Programm heraus in verschiedenen Katalogen und Datenbanken recherchieren. Die Daten können dann direkt übernommen werden. Mehr Infos dazu findest du auf den Hilfeseiten der Datenbanken oder deines Literaturverwaltungsprogramms.

Welche Methode in deinem Fall am besten geeignet ist, musst du selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass du von Anfang an alle Literaturangaben konsequent sammelst. Wenn du dir die Daten gleich bei der Recherche ordentlich notierst, hast du später keine Probleme mit unvollständigen Literaturverzeichnissen und unauffindbaren Internetquellen.

7. Weiterführende Literatur

Corsten, H.& Deppe, J. (2008). Technik des wissenschaftlichen Arbeitens (3., vollst. überarb. Aufl.). "B Informationsbeschaffung", S. 19-59. München: Oldenbourg.   
Signatur in der UB Augsburg: 12/AK 39540 C826(3), 170/AK 39540 C826(3)

Franck, N. & Stary, J. (2009). Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung (15., überarb. Aufl.). Paderborn: Schöningh (UTB Schlüsselkompetenzen, Kernkompetenzen, 724). S. 33-70: "Literatur ermitteln, lesen und festhalten".
Signatur in der UB Augsburg: 12/AK 39540 R918(14), 170/AK 39540 R918(14)

George, M. W. (2008). The elements of library research. What every student needs to know. Princeton: Princeton University Press.
Signatur in der UB Augsburg: 12/AK 39540 G348

Hunziker, A. W. (2008). Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten. So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- oder Masterarbeit (3. Aufl.). Zürich: Verl. SKV. S.50-73: „Kap. IV: Wie suche ich Literatur?“
Signatur in der UB Augsburg: 12/AK 39580 H956(3), 170/AK 39580 H956(3)

Lamprecht, S. (2001). Professionelle Recherche im Internet (3., überarb. und erw. Aufl). München: Hanser.
Signatur in der UB Augsburg: 12/AP 18450 L239(3), 01/8 008996

Petrausch, A. (2003). Cleveres suchen & finden im Netz mit der Suchmaschine Google. Sehen, verstehen, anwenden. Scheidegg Allgäu: Media Verl.-Ges. (media bookline).
Signatur in der UB Augsburg: 12/AP 18450 P493

Spoun, S.; Domnik, D. B. (2004). Erfolgreich studieren. Ein Handbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. München: Pearson Studium (WI Wissenschaftlich arbeiten). S. 37-68: „Kapitel 3: Quellen und ihre Nutzung: Recherchieren“    
Signatur in der UB Augsburg: 12/AK 39540 S765, 40/QB 310 S765

Werle, R. (2008). Handbuch Internet Recherche. URL: http://www.werle.com/intagent/ (21.09.2009).

Exkurs: Arbeiten in der Bibliothek

 

 
Ein Großteil des Bestandes der Universitätsbibliothek (UB) Augsburg – vor allem die aktuellere Literatur – ist nicht ausleihbar, damit sie immer allen Benutzern zur Verfügung steht. Du wirst deshalb im Verlauf deines Studiums häufig in der Bibliothek arbeiten. Welche Möglichkeiten dir hier zur Verfügung stehen, von den Arbeitsplätzen über Kopieren und Scannen bis hin zu den Gruppenarbeitsräumen, erfährst du in diesem Kapitel. Arbeiten am Scanner

 

Dauer: ca. 10-15 min

1. Allgemeines

Lautstärke

Ein großer Teil des Bestandes ist nicht ausleihbar, deshalb arbeiten außer dir noch sehr viele Studenten in der Bibliothek. Ihr solltet also ein wenig Rücksicht aufeinander nehmen. Sei möglichst leise, damit du die anderen nicht störst. Dein Handy solltest du lautlos stellen oder am besten gar nicht erst mitbringen. Zum Telefonieren gehst du besser vor die Tür.

Taschen

Um Diebstähle zu vermeiden, solltest du deine Taschen und Jacken einschließen, bevor du in die Bibliothek hineingehst. Zu diesem Zweck gibt es an jedem Eingang Schließfächer für 2€-Münzen. Leider hat das Personal nicht die Möglichkeit zu wechseln, behalte daher am besten immer eine Münze in Reserve. Wenn du eine Tasche benötigst, um Materialien (Laptop, Skript, Notizblock, …) mit in die Bibliothek zu nehmen, verwendest du am besten eine durchsichtige Plastiktüte, die du beim Bibliothekspersonal erhalten kannst. Daneben können seit einiger Zeit auch die UB-Plastikkörbe als Tragehilfe in die Lesesäle mitgenommen werden. Außerdem gestattet die UBA die Verwendung des sogenannten BIBBAGs, der von einer privaten Firma produziert und wohl demnächst in Augsburger Buchhandlungen etc. käuflich erworben werden kann.

Essen und Getränke darfst du ebenfalls nicht mit in die Lesesäle nehmen, da sie Verunreinigungen an den Tischen und Büchern verursachen können. Das Rauchen ist wie an der ganzen Universität auch in den Räumen der Bibliothek untersagt.

Ausnahme: Trinkwasser kann in einer durchsichtigen, verschließbaren Flasche in die Lesesäle mitgebracht werden, die beim Verlassen der Bibliothek auch wieder mitzunehmen ist. Andere Getränke und andere Flaschen sind allerdings nicht erlaubt. Sollte durch die Mitnahme des Trinkwassers ein Schaden verursacht werden, so muss dafür gehaftet werden. Die Mitnahme von Wasserflaschen in den Handschriftenlesesaal ist nicht gestattet.

Bücher

Stell deine verwendeten Bücher nach der Benutzung unbedingt wieder zurück – an den richtigen Platz! Wenn du sie irgendwo liegen lässt oder falsch einstellst, ärgerst du den nächsten, der die Publikation nach dir benötigt. Das nächste Mal bist dann vielleicht du der Leidtragende, der ein wichtiges Buch nicht findet. Wenn du Probleme mit dem Einstellen hast, bitte die Mitarbeiter um Hilfe.

Öffnungszeiten

Um dir genug Zeit zum Lernen und Arbeiten zu geben, hat die Bibliothek sehr lange geöffnet. Bei Fragen oder Probleme solltest du jedoch bis 16.00 Uhr kommen, um sicherzugehen, dass du noch das Fachpersonal antriffst. Während des Semesters ist die Information in der Zentralbibliothek bis 18.00 Uhr besetzt.

Ab 22 Uhr ist nur noch ein Wachdienst da. Er bietet auch einen „Begleitservice“ an, wenn du nicht nachts allein zum Auto oder zur Straßenbahn laufen möchtest.

2. Sonderstandorte

In der Bibliothek gibt es einige Räume für spezielle Medien, für die besondere Regeln gelten.

Mediothek (Zentralbibliothek, Obergeschoss, Raum 3001)

In diesem Räumen wird ein Großteil der Nicht-Buch-Materialien aufbewahrt, z.B. CDs, DVDs, CD-ROMs, Mikrofiche etc. (die Lokalkennzeichen 130 bis 141). Vieles ist ausleihbar, aber in der Mediothek stehen auch alle Abspielgeräte, die du für eine Nutzung benötigst. Es gibt auch einen Selbstbedienungsscanner und ein Buchbindegerät für deine eigenen Arbeiten. Außerdem steht ein Readerprinter zur Verfügung, an dem du Scans oder Papierausdrucke von Mikrofiche anfertigen kannst.
Die Mediothek hat kürzere Öffnungszeiten als die Bibliothek.

Handschriftenlesesaal (Zentralbibliothek, Obergeschoss im Lesesaal)

Sehr alte und/oder wertvolle Bestände kannst du nur im Handschriftenlesesaal einsehen, da für sie spezielle Benutzungsregeln gelten. Das trifft auf einen relativ kleinen Teil des Bestandes zu. Wie in der Mediothek gelten besondere Öffnungszeiten.

Zeitungslesesaal (Zentralbibliothek, Untergeschoss im Lesesaal)

Zahlreiche in- und ausländische Tages- und Wochenzeitungen des aktuellen Monats liegen dort zum Lesen aus. Er ist während der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek frei zugänglich.

Medienräume

In der Teilbibliothek Geisteswissenschaften gibt es verschiedene Räume, in denen alle Nicht-Buch-Materialen, Medien, die aus vielen losen Seiten bestehen, oder besonders stark nachgefragte Zeitschriften aufbewahrt werden. Diese Medien besitzen ein extra Lokalkennzeichen (730 für Musik, 990 für Sport) oder sie erhalten im OPAC unter „mehr zum Titel“ bei „lok. Bemerkung“ den Hinweis: Im Medienraum xy. Diese Medien sind nur auf Anfrage zugänglich. Melde dich am besten zwischen 8.30 und 16.00 Uhr an einem der Infoplätze.

Kartenraum (Teilbibliothek Geisteswissenschaften, Raum 3085)

Die UB Augsburg besitzt einen großen Bestand an losen Karten (mehr Infos auf der Homepage der UB ). Der Raum ist immer vormittags geöffnet. Nachmittags musst du an der Information beim Fach Geschichte nachfragen (neben der Brücke zur Zentralbibliothek).

3. Arbeitsplätze in der Bibliothek

Die Bibliothek stellt zahlreiche Arbeitsplätze zur Verfügung, damit du bequem mit den Präsenzbeständen vor Ort arbeiten kannst. Es gibt allerdings verschiedene Arten von Arbeitsplätzen.

Die allgemeinen Arbeitsplätze

Überall in der Bibliothek findest du Tische zur freien Benutzung. Suche dir einfach einen Platz. Wenn du fertig bist, räume den Platz bitte wieder frei, also Notizen einpacken, keinen Müll liegenlassen und die Bücher wieder zurück ins Regal stellen.

Persönliche Tischplätze

Diese Tische sind durch aufgeklebte Nummern gekennzeichnet und werden von der Bibliothek für einzelne Studierende, die Abschluss- oder Zulassungsarbeiten schreiben, reserviert. Die Tischplätze bieten den Vorteil, dass du Bücher aus dem Präsenzbestand dort stehen lassen kannst. Falls du einen Tischplatz brauchst, frage in der Bibliothek an dem Infoplatz nach, der für die Betreuung deines Fachs zuständig ist.

Arbeitsräume

Diese sog. Carrels stehen hauptsächlich den Doktoranden zur Verfügung. Es gelten die gleichen Regeln wie für die Tischplätze. Ein weiterer Vorteil der Carrels: sie sind abschließbar, d.h. du kannst im Gegensatz zu den Tischplätzen auch persönliche Sachen dort lassen.

Gruppenarbeitsräume

Diese können von Studierenden benutzt werden, z.B. wenn du mit Kommilitonen gemeinsam lernen willst. Mehr Informationen dazu findest du auf der Homepage.

4. Recherche- und Internetzugang

Die Benutzer-PCs

In der Bibliothek gibt es zahlreiche Benutzer-PCs für deine Recherchen. Du kannst keine Texte daran schreiben, da keine Textverarbeitungsprogramme installiert sind. Melde dich entweder mit deiner Bibliothekskennung (Nummer auf deinem Studentenausweis und Tag und Monat deines Geburtstags) oder der Rechenzentrumskennung an. In beiden Fällen hast du Zugang zu allen Online-Angeboten der UB Augsburg. Du kannst im OPAC, in lizenzierten Datenbanken oder E-Journals recherchieren. Volltexte lassen sich auch gleich ausdrucken (siehe nächstes Kapitel) oder auf dem USB-Stick bzw. in deinem Home-Verzeichnis speichern (nur bei Anmeldung mit der RZ-Kennung).

Die CIP-Pools

In den Teilbibliotheken Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften gibt es CIP-Pools, in denen du arbeiten kannst. Diese PC-Arbeitsräume stehen nur aus räumlichen Gründen in der Bibliothek. Bei Problemen ist das Rechenzentrum zuständig.

Funknetz

Du kannst natürlich auch deinen eigenen Laptop mit in die Bibliothek bringen, um dort zu arbeiten. An vielen Arbeitsplätzen (leider nicht an allen) gibt es Steckdosen, so dass du nicht unbedingt auf den Akku angewiesen bist. Fast überall an der Universität gibt es Access Points, so dass du über W-LAN Zugang zum Internet und allen Datenbankangeboten hast. Mehr Informationen zur Installation findest du auf den Seiten des Rechenzentrums.

5. Kopieren, Scannen, Drucken

Kopieren

Da ein Großteil des Bestandes nicht ausleihbar ist, gibt es in jedem Bibliotheksgebäude einen Raum mit Kopierern. Diese laufen meist mit Kopierkarten. Die Kopierkarten dafür erwirbst du an einem Automaten (5€ für 112 Kopien). Bei Problemen mit den Karten wendest du dich an die Firma (Adresse steht auf dem Automaten). Kleine Probleme mit den Kopierern (Papier auffüllen, Papierstaus entfernen etc.) kann i.d.R. das Bibliothekspersonal beheben. Es gibt noch drei Münzkopierer, einen in der Zentralbibliothek, einen in der Teilbibliothek Naturwissenschaften und einen in der Teilbibliothek Sozialwissenschaften.

Scannen

In jedem Bibliotheksgebäude gibt es Selbstbedienungsscanner zur freien Benutzung. Du musst dir also nicht unbedingt Kopien machen, sondern kannst deine Sachen einscannen und auf USB-Stick speichern. Die Benutzung ist kostenlos. Wie die Scanner funktionieren und wo du sie findest erfährst du auf der Homepage.

Drucken

An den Benutzer-PCs zum Recherchieren hast du auch die Möglichkeit Dateien auszudrucken. Z.B. deine Merkliste von der OPAC-Recherche oder eine elektronische Publikation. Auch PDF-Dateien von einem USB-Stick oder aus einem persönlichen Ordner kannst du ausdrucken (sofern sie nicht zu groß sind). Der Ausdruck von Word- oder Powerpoint-Dateien etc. funktioniert nicht, da auf den Rechnern kein Office installiert ist. Für diese Dateien kannst du die CIP-Pools benutzen. Zum Drucken brauchst du ebenfalls eine Kopierkarte. Eine genaue Anleitung findest du auf der Homepage der UB unter „Ausdrucken von Dateien“ oder sie steht direkt am Drucker.

Das war das Wichtigste zur Bibliothek. Mehr Informationen findest du auf der Homepage der UB Augsburg unter „Die Bibliothek nutzen“.